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Appendizitis (Blinddarmentzündung)

Akute Bauchschmerzen schnell abklären und gezielt behandeln

Die Appendizitis ist eine Entzündung des sogenannten Wurmfortsatzes, eines kleinen Anhängsels des Blinddarms. Sie tritt meist plötzlich auf und führt häufig zu Schmerzen im rechten Unterbauch. Ohne Behandlung kann sich die Entzündung verschlimmern und zu Komplikationen führen. Deshalb ist eine rasche medizinische Abklärung wichtig. In vielen Fällen wird der entzündete Wurmfortsatz operativ entfernt.

Ursachen & Symptome

Eine Appendizitis entsteht meist durch eine Verstopfung des Wurmfortsatzes. Diese kann beispielsweise durch verhärteten Stuhl, Schleimhautveränderungen oder selten auch durch Fremdkörper verursacht werden. Durch die Verstopfung können sich Bakterien vermehren und eine Entzündung auslösen. In einigen Fällen lässt sich jedoch keine eindeutige Ursache feststellen.

Typische Symptome einer Appendizitis sind zunächst diffuse Bauchschmerzen, die sich im Verlauf häufig in den rechten Unterbauch verlagern. Viele Betroffene leiden zusätzlich unter Übelkeit, Erbrechen oder Appetitlosigkeit. Auch Fieber oder eine erhöhte Schmerzempfindlichkeit im Bauch können auftreten. Bei zunehmenden Beschwerden sollte eine ärztliche Untersuchung erfolgen.

Starke Bauchschmerzen, insbesondere im rechten Unterbauch, sollten immer ärztlich abgeklärt werden. Bei zunehmenden Schmerzen, Fieber oder Übelkeit kann eine akute Appendizitis vorliegen. Eine frühzeitige Behandlung ist wichtig, um Komplikationen wie einen Durchbruch des Wurmfortsatzes zu vermeiden. Bei plötzlich zunehmenden Beschwerden sollte rasch medizinische Hilfe in Anspruch genommen werden.

Vorsorge

Eine gezielte Vorsorge zur Vermeidung einer Appendizitis ist nicht möglich. Eine ausgewogene Ernährung und eine gute Verdauung können jedoch grundsätzlich zur Darmgesundheit beitragen. Wichtig ist vor allem, bei anhaltenden oder zunehmenden Bauchschmerzen frühzeitig medizinischen Rat einzuholen. Eine rechtzeitige Diagnose kann helfen, Komplikationen zu vermeiden.

Abklärung

Bei Verdacht auf eine Appendizitis erfolgt zunächst eine körperliche Untersuchung des Bauches. Dabei achtet der Arzt auf typische Schmerzpunkte und Abwehrspannungen der Bauchmuskulatur. Ergänzend können Blutuntersuchungen Hinweise auf eine Entzündung geben. Bildgebende Verfahren wie Ultraschall helfen dabei, den Wurmfortsatz darzustellen und andere Ursachen für die Beschwerden auszuschließen. In manchen Fällen kann auch eine Computertomographie eingesetzt werden.

Behandlung

Die Standardbehandlung einer Appendizitis ist die operative Entfernung des entzündeten Wurmfortsatzes. Dieser Eingriff wird als Appendektomie bezeichnet. Häufig erfolgt die Operation minimalinvasiv, also über kleine Hautschnitte mittels Bauchspiegelung. In bestimmten Fällen kann auch eine antibiotische Behandlung notwendig sein. Ziel der Behandlung ist es, die Entzündung zu beseitigen und Komplikationen zu verhindern.

Nachsorge

Nach einer Operation wegen einer Appendizitis erholen sich viele Patienten innerhalb weniger Tage. Die körperliche Belastung sollte zunächst reduziert werden, bis die Wundheilung abgeschlossen ist. Kontrolluntersuchungen helfen dabei, den Heilungsverlauf zu überprüfen. In den meisten Fällen ist nach der Entfernung des Wurmfortsatzes keine langfristige Einschränkung zu erwarten.

ICD-10-Codes

K35 – Akute Appendizitis