Schlaganfalldiagnostik
Schnelle Diagnostik bei Verdacht auf Schlaganfall
Die Schlaganfalldiagnostik dient der schnellen und umfassenden Untersuchung bei Verdacht auf einen Schlaganfall. Dabei werden verschiedene Verfahren kombiniert, um Durchblutungsstörungen, Gefäßverschlüsse oder Blutungen im Gehirn zu erkennen. Zu den wichtigsten Untersuchungen gehören bildgebende Verfahren wie die Computertomographie oder Magnetresonanztomographie sowie Gefäßuntersuchungen. Ergänzend erfolgen neurologische Untersuchungen, Blutanalysen und häufig auch eine Herzdiagnostik. Ziel der Diagnostik ist es, die Ursache der Symptome schnell zu klären und die geeignete Therapie einzuleiten.
In welchen Fällen wird die Untersuchung vorgenommen?
Die Schlaganfalldiagnostik wird bei plötzlichen neurologischen Ausfällen durchgeführt. Typische Symptome sind Lähmungen, Sprachstörungen, Sehstörungen oder ein plötzlich einsetzender Schwindel. Auch Gefühlsstörungen, Koordinationsprobleme oder eine einseitige Schwäche können Hinweise auf einen Schlaganfall sein. Die Diagnostik erfolgt außerdem bei Verdacht auf eine transitorische ischämische Attacke (TIA), also eine kurzzeitige Durchblutungsstörung des Gehirns. In spezialisierten Stroke Units dient sie der schnellen Abklärung und Therapieentscheidung.
Wie ist der Ablauf der Untersuchung?
Zu Beginn erfolgt eine neurologische Untersuchung, bei der Beweglichkeit, Sprache, Koordination und Bewusstsein überprüft werden. Anschließend wird meist eine bildgebende Untersuchung des Gehirns durchgeführt, um eine Durchblutungsstörung oder Blutung sichtbar zu machen. Häufig kommen zusätzlich Gefäßuntersuchungen zum Einsatz, um mögliche Engstellen oder Verschlüsse der hirnversorgenden Arterien zu erkennen. Ergänzend können Herzuntersuchungen und Laboruntersuchungen durchgeführt werden. Die Untersuchungen sind in der Regel schmerzfrei, erfolgen jedoch zügig, da bei einem Schlaganfall jede Minute zählt.
Dauer der Untersuchung
Kontrastmittel
Strahlungsbelastung
Positionierung
Lage
Was ist zu beachten?
Bei Verdacht auf einen Schlaganfall erfolgt die Diagnostik in der Regel ohne Vorbereitung, da sie als Notfalluntersuchung durchgeführt wird. Patientinnen und Patienten sollten vorhandene Medikamentenlisten oder Vorbefunde möglichst mitbringen, sofern verfügbar. Während der Untersuchung wird der Gesundheitszustand kontinuierlich überwacht. Nach der Diagnostik richtet sich das weitere Vorgehen nach dem Untersuchungsergebnis. Je nach Befund kann unmittelbar eine spezifische Therapie eingeleitet werden.

