Tympanoplastik (Trommelfell- und Mittelohrrekonstruktion)

Dr. Katharina Vogt
Wiederherstellung von Hörfunktion und Mittelohrgesundheit
Schäden am Trommelfell oder chronische Entzündungen des Mittelohres können zu Hörminderung und wiederkehrenden Infektionen führen. Die Tympanoplastik ermöglicht die operative Rekonstruktion der geschädigten Strukturen. Dabei wird das Trommelfell verschlossen und bei Bedarf die Schallleitungskette im Mittelohr wiederhergestellt. Moderne mikrochirurgische Techniken erlauben ein präzises Vorgehen. Ziel ist eine dauerhafte Verbesserung von Hörvermögen und Lebensqualität.
Bei welchen Indikationen findet der Eingriff statt?
Wie läuft die Vorbereitung auf den Eingriff ab?
Vor der Tympanoplastik erfolgen eine Ohrmikroskopie und eine Hörprüfung. Bildgebende Verfahren können ergänzend notwendig sein. Bestehende Infektionen sollten vor der Operation behandelt werden. Blutwerte und Gerinnung werden kontrolliert. In einem Aufklärungsgespräch werden Ablauf, Erfolgsaussichten und Risiken erläutert.
Wie ist der Ablauf des Eingriffs?
Die Tympanoplastik erfolgt in Vollnarkose oder in ausgewählten Fällen in Regionalanästhesie. Der Zugang erfolgt über den Gehörgang oder über einen kleinen Schnitt hinter dem Ohr. Das Trommelfell wird mit körpereigenem Gewebe, meist Faszie oder Knorpel, rekonstruiert. Bei Bedarf werden Gehörknöchelchen stabilisiert oder ersetzt. Anschließend wird das Ohr tamponiert und die Wunde verschlossen.
Dauer
Narkose
Drainagen
Hautfäden
Stationärer Aufenthalt
Postoperativ
Verträglichkeit
Wie läuft die Nachsorge ab?
Das Ohr sollte in den ersten Wochen trocken gehalten werden. Starkes Schnäuzen oder Druckausgleich sollte vermieden werden. Kontrolltermine sichern die Einheilung des Trommelfells. Das Hörvermögen verbessert sich häufig schrittweise nach Entfernung der Tamponade. Bei Schwindel, Fieber oder anhaltenden Schmerzen sollte ärztlicher Kontakt aufgenommen werden.
Was sind die Risiken des Eingriffs?
Wie bei jeder Operation können Infektionen oder Nachblutungen auftreten. Vorübergehender Schwindel oder Geschmacksveränderungen sind möglich. In seltenen Fällen bleibt die Hörverbesserung aus oder verschlechtert sich. Sehr selten kann es zu einer erneuten Trommelfellperforation kommen. Das individuelle Risiko wird im Aufklärungsgespräch erläutert.