Pleurodese (Verklebung des Rippenfells)
Stabile Lungenentfaltung durch gezielte Rippenfellverklebung
Zwischen Lunge und Brustwand befindet sich ein schmaler Spalt, der bei bestimmten Erkrankungen Luft oder Flüssigkeit enthalten kann. Kommt es wiederholt zu einem Pneumothorax oder Pleuraerguss, kann eine Pleurodese notwendig werden. Dabei werden Lungen- und Rippenfell gezielt miteinander verbunden. Dies verhindert, dass sich der Zwischenraum erneut mit Luft oder Flüssigkeit füllt. Ziel ist eine dauerhafte Stabilisierung der Lunge.
Bei welchen Indikationen findet der Eingriff statt?
Wie läuft die Vorbereitung auf den Eingriff ab?
Vor der Pleurodese werden Lungenfunktion und allgemeiner Gesundheitszustand überprüft. Bildgebende Verfahren wie Röntgen oder CT dienen der Planung. Blutwerte und Gerinnung werden kontrolliert. Ein ausführliches Aufklärungsgespräch erläutert Ablauf, Wirkung und Risiken. Der Eingriff erfolgt in der Regel stationär.
Wie ist der Ablauf des Eingriffs?
Die Pleurodese erfolgt meist thorakoskopisch in Vollnarkose oder über eine bestehende Thoraxdrainage. Zunächst wird der Brustraum inspiziert. Anschließend wird ein spezielles Mittel eingebracht, das eine kontrollierte Entzündungsreaktion auslöst. Dadurch verkleben Lungen- und Rippenfell dauerhaft miteinander. Eine Drainage bleibt vorübergehend zur Ableitung von Luft und Flüssigkeit liegen.
Dauer
Narkose
Drainagen
Hautfäden
Stationärer Aufenthalt
Postoperativ
Verträglichkeit
Wie läuft die Nachsorge ab?
Die Drainage wird entfernt, sobald keine Luft oder Flüssigkeit mehr nachläuft. Atemtherapie unterstützt die vollständige Entfaltung der Lunge. Körperliche Schonung ist in den ersten Wochen empfehlenswert. Regelmäßige Kontrolluntersuchungen sichern den Behandlungserfolg. Bei Atemnot, Fieber oder zunehmenden Schmerzen sollte umgehend ärztlicher Kontakt aufgenommen werden.
Was sind die Risiken des Eingriffs?
Wie bei jedem Eingriff im Brustraum können Blutungen oder Infektionen auftreten. Schmerzen im Brustbereich sind in den ersten Tagen häufig. In seltenen Fällen bleibt ein Restpneumothorax bestehen. Sehr selten kann es zu einer unzureichenden Verklebung kommen, sodass eine erneute Behandlung erforderlich wird.
