Hernienchirurgie (Bruch-OP)

Dr. Jin-Young Kim
Stabile Bauchwand durch moderne Bruchchirurgie
Eine Hernie entsteht, wenn Gewebe oder Darmanteile durch eine Schwachstelle der Bauchwand nach außen treten. Typisch sind tastbare Vorwölbungen und belastungsabhängige Schmerzen. Die operative Versorgung ist die einzige dauerhafte Behandlungsmöglichkeit. Je nach Befund erfolgt die Operation offen oder minimalinvasiv mit Verstärkung durch ein spezielles Netz. Ziel ist es, Beschwerden zu beseitigen und Komplikationen wie Einklemmungen zu verhindern.
Bei welchen Indikationen findet der Eingriff statt?
Wie läuft die Vorbereitung auf den Eingriff ab?
Vor der Operation erfolgen eine körperliche Untersuchung sowie gegebenenfalls eine Ultraschalluntersuchung. Sie müssen nüchtern zum Eingriff erscheinen. Blutverdünnende Medikamente werden in Rücksprache angepasst. In einem Aufklärungsgespräch werden Operationsmethode, Narkoseform und Risiken erläutert. Bei ambulanten Eingriffen organisieren Sie bitte eine Begleitperson für den Heimweg.
Wie ist der Ablauf des Eingriffs?
Die Operation erfolgt je nach Hernienart offen über einen kleinen Hautschnitt oder minimalinvasiv mittels Bauchspiegelung. Der Bruchsack wird dargestellt und in die Bauchhöhle zurückverlagert. Die Bruchlücke wird verschlossen und meist mit einem Kunststoffnetz verstärkt, um die Bauchwand dauerhaft zu stabilisieren. Das Netz wird so positioniert, dass es fest einheilt. Abschließend erfolgt der sorgfältige Wundverschluss.
Dauer
Narkose
Drainagen
Hautfäden
Stationärer Aufenthalt
Postoperativ
Verträglichkeit
Wie läuft die Nachsorge ab?
In den ersten Wochen sollten schwere körperliche Belastungen vermieden werden. Leichte Alltagsaktivitäten sind meist frühzeitig möglich. Die Wundkontrollen erfolgen ambulant. Sportliche Aktivitäten können nach ärztlicher Rücksprache schrittweise wieder aufgenommen werden. Bei zunehmenden Schmerzen oder Schwellungen sollte eine ärztliche Kontrolle erfolgen.
Was sind die Risiken des Eingriffs?
Wie bei jeder Operation können Blutungen, Infektionen oder Wundheilungsstörungen auftreten. In seltenen Fällen kommt es zu chronischen Schmerzen im Operationsgebiet. Ein erneutes Auftreten der Hernie ist möglich, jedoch durch moderne Netzverfahren selten. Verletzungen benachbarter Strukturen sind seltene Komplikationen.