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Hernienchirurgie (Bruch-OP)

Allgemeinchirurgie

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Oberarzt Allgemeinchirurgie (Viszeralchirurgie)

Dr. Jin-Young Kim

Stabile Bauchwand durch moderne Bruchchirurgie

Eine Hernie entsteht, wenn Gewebe oder Darmanteile durch eine Schwachstelle der Bauchwand nach außen treten. Typisch sind tastbare Vorwölbungen und belastungsabhängige Schmerzen. Die operative Versorgung ist die einzige dauerhafte Behandlungsmöglichkeit. Je nach Befund erfolgt die Operation offen oder minimalinvasiv mit Verstärkung durch ein spezielles Netz. Ziel ist es, Beschwerden zu beseitigen und Komplikationen wie Einklemmungen zu verhindern.

Bei welchen Indikationen findet der Eingriff statt?

Wie läuft die Vorbereitung auf den Eingriff ab?

Vor der Operation erfolgen eine körperliche Untersuchung sowie gegebenenfalls eine Ultraschalluntersuchung. Sie müssen nüchtern zum Eingriff erscheinen. Blutverdünnende Medikamente werden in Rücksprache angepasst. In einem Aufklärungsgespräch werden Operationsmethode, Narkoseform und Risiken erläutert. Bei ambulanten Eingriffen organisieren Sie bitte eine Begleitperson für den Heimweg.

Wie ist der Ablauf des Eingriffs?

Die Operation erfolgt je nach Hernienart offen über einen kleinen Hautschnitt oder minimalinvasiv mittels Bauchspiegelung. Der Bruchsack wird dargestellt und in die Bauchhöhle zurückverlagert. Die Bruchlücke wird verschlossen und meist mit einem Kunststoffnetz verstärkt, um die Bauchwand dauerhaft zu stabilisieren. Das Netz wird so positioniert, dass es fest einheilt. Abschließend erfolgt der sorgfältige Wundverschluss.

Dauer

Die Operationsdauer beträgt in der Regel 30 bis 90 Minuten, abhängig von Art und Größe der Hernie sowie vom gewählten Verfahren.

Narkose

Der Eingriff erfolgt je nach Hernienart meist in Vollnarkose, teilweise auch in Regional- oder Lokalanästhesie.

Drainagen

Eine Drainage ist meist nicht erforderlich, kann jedoch in einzelnen Fällen vorübergehend eingelegt werden.

Hautfäden

Die Haut wird mit selbstauflösenden Fäden oder Klammern verschlossen; diese werden bei Bedarf nach etwa 7 bis 14 Tagen entfernt.

Stationärer Aufenthalt

Der Eingriff erfolgt häufig ambulant oder mit einem kurzen stationären Aufenthalt von etwa 1 bis 3 Tagen.

Postoperativ

Nach der Operation erfolgt eine Schmerztherapie sowie eine frühzeitige Mobilisation.

Verträglichkeit

Die Hernienchirurgie ist ein sehr häufig durchgeführter und in der Regel gut verträglicher Eingriff.

Wie läuft die Nachsorge ab?

In den ersten Wochen sollten schwere körperliche Belastungen vermieden werden. Leichte Alltagsaktivitäten sind meist frühzeitig möglich. Die Wundkontrollen erfolgen ambulant. Sportliche Aktivitäten können nach ärztlicher Rücksprache schrittweise wieder aufgenommen werden. Bei zunehmenden Schmerzen oder Schwellungen sollte eine ärztliche Kontrolle erfolgen.

Was sind die Risiken des Eingriffs?

Wie bei jeder Operation können Blutungen, Infektionen oder Wundheilungsstörungen auftreten. In seltenen Fällen kommt es zu chronischen Schmerzen im Operationsgebiet. Ein erneutes Auftreten der Hernie ist möglich, jedoch durch moderne Netzverfahren selten. Verletzungen benachbarter Strukturen sind seltene Komplikationen.