Darmresektion (Entfernung eines Darmabschnitts)

Dr. Jin-Young Kim
Gezielte chirurgische Therapie bei komplexen Darmerkrankungen
Erkrankungen des Darms können eine operative Entfernung eines betroffenen Abschnitts erforderlich machen. Ziel der Darmresektion ist es, krankhaft verändertes Gewebe vollständig zu entfernen und die Darmfunktion bestmöglich zu erhalten. Der Eingriff erfolgt je nach Befund offen chirurgisch oder minimalinvasiv mittels Bauchspiegelung. Moderne Operationsverfahren ermöglichen häufig eine schonende Behandlung mit zügiger Erholung. Die individuelle Therapieplanung erfolgt interdisziplinär und auf Grundlage einer sorgfältigen Diagnostik.
Bei welchen Indikationen findet der Eingriff statt?
Wie läuft die Vorbereitung auf den Eingriff ab?
Vor der Operation erfolgen umfassende Blutuntersuchungen sowie bildgebende Diagnostik. Je nach Eingriff kann eine spezielle Darmvorbereitung erforderlich sein. Sie müssen nüchtern zum Eingriff erscheinen. Blutverdünnende Medikamente werden in Abstimmung mit dem ärztlichen Team angepasst. In einem ausführlichen Gespräch werden Ablauf, Risiken und mögliche Alternativen erläutert.
Wie ist der Ablauf des Eingriffs?
Der Eingriff erfolgt in Vollnarkose. Über mehrere kleine Schnitte oder einen größeren Bauchschnitt wird der betroffene Darmabschnitt freigelegt. Das erkrankte Gewebe wird entfernt und die gesunden Darmenden werden in der Regel direkt wieder verbunden. In bestimmten Situationen kann vorübergehend oder dauerhaft ein künstlicher Darmausgang erforderlich sein. Abschließend wird der Bauchraum kontrolliert und die Wunde verschlossen.
Dauer
Narkose
Drainagen
Hautfäden
Stationärer Aufenthalt
Postoperativ
Verträglichkeit
Wie läuft die Nachsorge ab?
In den ersten Wochen sollten körperliche Schonung und eine angepasste Ernährung eingehalten werden. Die Wundheilung wird regelmäßig kontrolliert. Bei Bedarf erfolgt eine Anleitung im Umgang mit einem vorübergehenden Stoma. Nach Abschluss der Heilungsphase wird die körperliche Belastbarkeit schrittweise gesteigert. Bei Tumorerkrankungen schließt sich gegebenenfalls eine weiterführende onkologische Therapie an.
Was sind die Risiken des Eingriffs?
Wie bei jeder größeren Operation können Blutungen, Infektionen oder Wundheilungsstörungen auftreten. Es besteht ein Risiko für Nahtundichtigkeiten an der Darmverbindung, was eine erneute Behandlung erforderlich machen kann. Vorübergehende Verdauungsstörungen sind möglich. In seltenen Fällen treten Verletzungen benachbarter Organe oder Thrombosen auf. Das individuelle Risiko wird im Aufklärungsgespräch ausführlich erläutert.