Endosonographie

Dr. Rabah Aiatt

Dr. Samira Ndlovu

Dr. Christina Seidel
Präzise Einblicke durch Ultraschall von innen
Die Endosonographie ist ein spezielles Untersuchungsverfahren, bei dem ein Ultraschallkopf in ein Endoskop integriert ist. Dieses wird über den Mund oder den Enddarm in den Körper eingeführt, um Organe aus nächster Nähe darzustellen. Dadurch können Strukturen wie Speiseröhre, Magen, Bauchspeicheldrüse oder Gallenwege besonders detailliert untersucht werden. Auch kleinste Veränderungen lassen sich so erkennen. Die Endosonographie wird häufig zur weiteren Abklärung unklarer Befunde eingesetzt.
In welchen Fällen wird die Untersuchung vorgenommen?
Die Endosonographie wird vor allem bei Erkrankungen des Verdauungstrakts eingesetzt. Dazu gehören unklare Veränderungen in Speiseröhre, Magen oder Darm sowie Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse oder Gallenwege. Auch bei Verdacht auf Tumoren oder zur Beurteilung von Lymphknoten kann die Untersuchung sinnvoll sein. Sie dient zudem der genauen Stadieneinteilung bei Tumorerkrankungen und der Planung weiterer Therapien. Häufig erfolgt die Untersuchung im Rahmen einer gastroenterologischen Diagnostik.
Wie ist der Ablauf der Untersuchung?
Die Endosonographie erfolgt mit einem flexiblen Endoskop, das vorsichtig über den Mund oder den Enddarm eingeführt wird. Am Endoskop befindet sich ein Ultraschallkopf, der die umliegenden Organe in hoher Auflösung darstellt. Während der Untersuchung werden kontinuierlich Ultraschallbilder erzeugt und beurteilt. In der Regel erhalten Patientinnen und Patienten eine beruhigende Medikation oder eine leichte Sedierung. Die Untersuchung ist dadurch meist gut verträglich.
Dauer der Untersuchung
Kontrastmittel
Strahlungsbelastung
Positionierung
Lage
Was ist zu beachten?
Vor einer Endosonographie des oberen Verdauungstrakts müssen Patientinnen und Patienten in der Regel nüchtern bleiben. Bei Sedierung ist es notwendig, nach der Untersuchung für einige Stunden nicht aktiv am Straßenverkehr teilzunehmen. Eine Begleitperson für den Heimweg wird empfohlen. Medikamente sollten vorab mit der behandelnden Ärztin oder dem Arzt abgestimmt werden. Nach der Untersuchung kann es vorübergehend zu einem leichten Druckgefühl im Hals oder Bauch kommen.