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Endoskopische Blutstillung (Blutung per Spiegelung stoppen)

Leitender Chefarzt Gastroenterologie, Leiter der Endoskopie

Dr. Rabah Aiatt

Fax: +49 30 223 4211
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Leitende Oberärztin Gastroenterologie, Leiterin der Endoskopie (Funktionsdiagnostik)

Dr. Christina Seidel

Schnell handeln – Blutungen sicher und schonend stoppen

Innere Blutungen im Magen oder Darm können akut lebensbedrohlich sein und erfordern eine rasche Behandlung. Mit Hilfe einer endoskopischen Spiegelung lassen sich Blutungsquellen direkt darstellen und therapieren. Je nach Befund kommen Clips, Injektionstechniken, thermische Verfahren oder Kombinationen zum Einsatz. Ziel ist die schnelle Blutstillung und Stabilisierung des Kreislaufs. In vielen Fällen kann dadurch eine offene Operation vermieden werden.

Wann wird die Therapie angewendet?

Die endoskopische Blutstillung wird bei Magenblutungen, Darmblutungen, blutenden Magengeschwüren, Gefäßmissbildungen oder Nachblutungen nach Eingriffen eingesetzt. Auch bei Blutungen aus Polypenabtragungen oder Tumoren kann sie notwendig sein. Der Eingriff erfolgt in der Regel unter Sedierung oder Kurznarkose. Bei schweren Blutungen erfolgt die Behandlung im Rahmen einer intensivmedizinischen Betreuung.

Ablauf und Dauer der Therapie

Über ein flexibles Endoskop wird der Magen-Darm-Trakt untersucht. Nach Identifikation der Blutungsquelle erfolgt die gezielte Therapie. Die Dauer hängt vom Befund ab und beträgt meist 20 bis 60 Minuten. Im Anschluss erfolgt eine Überwachung im Aufwachraum oder auf Station. Je nach Risiko kann eine stationäre Weiterbeobachtung erforderlich sein.

Vorbereitung und Nachsorge

Vor dem Eingriff erfolgt eine ärztliche Untersuchung sowie Blutwertkontrolle. Blutverdünnende Medikamente müssen gegebenenfalls pausiert werden. Nach dem Eingriff werden Kreislauf, Blutwerte und Stuhlgang überwacht. In bestimmten Fällen sind Kontrollendoskopien notwendig.