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Port-Implantation (Portkatheter)

Hämatologie & Onkologie

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Chefarzt Hämatologie & Onkologie

Prof. Dr. Alexander Brandt

Zuverlässiger venöser Zugang für langfristige Therapien

Ein Portkatheter ist ein kleines Implantat, das unter die Haut eingesetzt wird und über einen Katheter mit einer großen Vene verbunden ist. Über diesen Zugang können Medikamente, Infusionen oder Chemotherapien verabreicht werden. Auch Blutentnahmen sind über den Port möglich. Dadurch werden wiederholte Venenpunktionen vermieden. Ziel ist eine sichere und komfortable Durchführung längerfristiger Behandlungen.

Wie läuft die Vorbereitung auf den Eingriff ab?

Vor der Port-Implantation werden Blutwerte und die Blutgerinnung überprüft. Blutverdünnende Medikamente müssen gegebenenfalls angepasst werden. In einem Aufklärungsgespräch werden Ablauf, Nutzen und mögliche Risiken erläutert. Der Eingriff erfolgt meist ambulant oder kurzstationär. Sie erscheinen nüchtern zum Eingriff.

Wie ist der Ablauf des Eingriffs?

Die Port-Implantation erfolgt meist unter örtlicher Betäubung mit leichter Sedierung. Über einen kleinen Hautschnitt wird ein Katheter in eine größere Vene im Bereich des Schlüsselbeins eingeführt. Die Portkammer wird unter der Haut im Brustbereich platziert und mit dem Katheter verbunden. Anschließend wird die Funktion überprüft. Die Haut wird verschlossen und mit einem Verband versorgt.

Dauer

Die Port-Implantation dauert in der Regel etwa 30 bis 60 Minuten.

Narkose

Der Eingriff erfolgt in der Regel in örtlicher Betäubung mit leichter Sedierung, selten in Vollnarkose.

Drainagen

Eine Drainage ist in der Regel nicht erforderlich.

Hautfäden

Der Hautverschluss erfolgt mit Fäden oder Klammern, die nach etwa 7 bis 10 Tagen entfernt werden.

Stationärer Aufenthalt

Der Eingriff erfolgt häufig ambulant oder im Rahmen eines kurzen stationären Aufenthalts von etwa 1 bis 2 Tagen.

Postoperativ

Nach der Port-Implantation wird die Lage des Katheters kontrolliert und der Verband überprüft.

Verträglichkeit

Die Port-Implantation ist ein standardisierter und gut verträglicher Eingriff.

Wie läuft die Nachsorge ab?

Die Wunde sollte in den ersten Tagen trocken gehalten werden. Der Port kann nach Abheilung der Wunde für Infusionen genutzt werden. Regelmäßige Spülungen stellen die Funktionsfähigkeit des Systems sicher. Körperliche Belastung im Schulterbereich sollte anfangs reduziert werden. Bei Rötung, Schmerzen oder Fieber sollte ärztlicher Kontakt aufgenommen werden.

Was sind die Risiken des Eingriffs?

Wie bei jedem Eingriff können Blutungen oder Infektionen auftreten. In seltenen Fällen kann es zu einer Fehlposition des Katheters kommen. Auch Thrombosen im Bereich der Vene sind möglich. Sehr selten treten Verletzungen benachbarter Strukturen auf. Das individuelle Risiko wird im Aufklärungsgespräch erläutert.