116 117
112
+49 30 223 1128
+49 30 223 3753
+49 180 5868 222 111
+49 800 228 228 0

Herzschrittmacher-Implantation

Kardiologie, Elektrophysiologie & Angiologie

Screenshot 2026 02 17 125539
Oberärztin Kardiologie (Interventionelle Kardiologie / Herzkatheter)

Dr. Katharina Hoffmann

Stabiler Herzrhythmus durch moderne Herzschrittmachertherapie

Ein zu langsamer Herzschlag kann zu Schwindel, Müdigkeit oder Ohnmachtsanfällen führen. Ein Herzschrittmacher sorgt dafür, dass das Herz wieder regelmäßig schlägt. Das kleine Gerät überwacht kontinuierlich den Herzrhythmus und gibt bei Bedarf elektrische Impulse ab. Die Implantation erfolgt minimalinvasiv unter örtlicher Betäubung. Ziel ist eine sichere Stabilisierung des Herzrhythmus und eine Verbesserung der Belastbarkeit.

Wie läuft die Vorbereitung auf den Eingriff ab?

Vor der Schrittmacher-Implantation erfolgen Blutuntersuchungen sowie eine Beurteilung der Herzfunktion. Blutverdünnende Medikamente werden individuell angepasst. In einem Aufklärungsgespräch werden Funktionsweise, Ablauf und mögliche Risiken erklärt. Sie erscheinen in der Regel nüchtern zum Eingriff. Der Eingriff erfolgt meist stationär.

Wie ist der Ablauf des Eingriffs?

Die Schrittmacher-Implantation erfolgt unter örtlicher Betäubung mit leichter Sedierung. Über eine Vene im Bereich des Schlüsselbeins werden eine oder mehrere Elektroden zum Herzen vorgeschoben. Diese werden im Herzmuskel positioniert und mit dem Schrittmacher verbunden. Das Aggregat wird unter der Haut im Brustbereich eingesetzt. Anschließend wird die Funktion überprüft und die Haut verschlossen.

Dauer

Die Schrittmacher-Implantation dauert in der Regel etwa 60 bis 90 Minuten.

Narkose

Der Eingriff erfolgt in der Regel in örtlicher Betäubung mit Sedierung, seltener in Vollnarkose.

Drainagen

Eine Drainage ist in der Regel nicht erforderlich.

Hautfäden

Der Hautverschluss erfolgt mit Fäden oder Klammern; diese werden nach etwa 7 bis 10 Tagen entfernt.

Stationärer Aufenthalt

Der stationäre Aufenthalt beträgt meist etwa 2 bis 4 Tage.

Postoperativ

Nach der Schrittmacher-Implantation erfolgen EKG-Kontrollen und eine Überprüfung der Gerätefunktion.

Verträglichkeit

Die Schrittmacher-Implantation ist ein standardisierter und sehr gut verträglicher Eingriff mit hoher Sicherheit.

Wie läuft die Nachsorge ab?

Regelmäßige Kontrolltermine sind wichtig, um die Funktion des Herzschrittmachers zu überprüfen. In den ersten Wochen sollte der Arm auf der Implantationsseite geschont werden. Moderne Geräte ermöglichen teilweise auch telemedizinische Kontrollen. Körperliche Aktivität wird individuell angepasst. Der Schrittmacherausweis sollte stets mitgeführt werden.

Was sind die Risiken des Eingriffs?

Wie bei jedem Eingriff können Blutungen oder Infektionen im Implantationsbereich auftreten. In seltenen Fällen verrutschen Elektroden oder funktionieren nicht optimal. Auch Herzrhythmusstörungen während des Eingriffs sind möglich. Sehr selten kann es zu Gefäß- oder Herzverletzungen kommen. Das individuelle Risiko wird im Aufklärungsgespräch erläutert.