Carotis-Operation (OP an der Halsschlagader)
Bezuchszeiten
Schutz vor Schlaganfall durch gezielte Gefäßsanierung
Verengungen der Halsschlagader entstehen meist durch Arteriosklerose. Diese Ablagerungen können die Durchblutung des Gehirns beeinträchtigen oder zu einem Schlaganfall führen. Bei der Carotisendarteriektomie werden die Gefäßverkalkungen operativ entfernt. Der Eingriff ist ein etabliertes Verfahren zur Schlaganfallprävention. Ziel ist eine sichere Wiederherstellung eines ungehinderten Blutflusses zum Gehirn.
Bei welchen Indikationen findet der Eingriff statt?
Wie läuft die Vorbereitung auf den Eingriff ab?
Vor der Operation erfolgen Gefäßultraschall sowie weitere bildgebende Untersuchungen. Blutwerte und Herzfunktion werden überprüft. Blutverdünnende Medikamente werden individuell angepasst. In einem ausführlichen Gespräch werden Nutzen, Ablauf und Risiken erläutert. Die stationäre Aufnahme erfolgt meist ein bis zwei Tage vor dem Eingriff.
Wie ist der Ablauf des Eingriffs?
Die Carotis-Operation erfolgt in Vollnarkose oder Regionalanästhesie. Über einen Schnitt am Hals wird die betroffene Halsschlagader freigelegt. Das Gefäß wird eröffnet und die Verkalkung sorgfältig entfernt. Anschließend wird die Arterie wieder verschlossen, häufig mit einer Erweiterungsplastik zur Stabilisierung. Nach sorgfältiger Kontrolle wird die Wunde verschlossen.
Dauer
Narkose
Drainagen
Hautfäden
Stationärer Aufenthalt
Postoperativ
Verträglichkeit
Wie läuft die Nachsorge ab?
In den ersten Tagen werden Blutdruck und neurologischer Status regelmäßig kontrolliert. Körperliche Schonung ist in den ersten Wochen empfehlenswert. Die Wunde wird ambulant nachkontrolliert. Eine konsequente medikamentöse Gefäßtherapie bleibt wichtig. Regelmäßige Ultraschallkontrollen sichern den Langzeiterfolg.
Was sind die Risiken des Eingriffs?
Wie bei jedem Gefäßeingriff besteht ein Risiko für Blutungen oder Nachblutungen. In seltenen Fällen kann es zu vorübergehenden oder dauerhaften neurologischen Ausfällen kommen. Auch Nervenreizungen im Halsbereich sind möglich. Insgesamt ist das Risiko bei erfahrenen Teams gering, insbesondere im Vergleich zum unbehandelten Schlaganfallrisiko.
