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Neuro-immunologische Erkrankungen des Nervensystems

Kontaktbild Jorge
Forschungskoordination

Dr. Jorge Daniil

ChatGPT Image 10 März 2026 12 35 30
Projektleitung

Prof. Dr. Amara Nzinga

Wenn das Immunsystem das Nervensystem angreift

Bei neuro-immunologischen Erkrankungen richtet sich das körpereigene Immunsystem gegen Strukturen des Nervensystems. Eine bekannte Erkrankung ist Multiple Sklerose, bei der Immunzellen die schützende Hülle von Nervenfasern – die sogenannte Myelinscheide – angreifen. Dadurch können Signale im Gehirn und Rückenmark nicht mehr korrekt weitergeleitet werden. Die Folgen reichen von Bewegungsstörungen und Sensibilitätsproblemen bis zu kognitiven oder psychischen Veränderungen.

Entzündungen im Gehirn besser verstehen

Im Mittelpunkt der Forschung steht die Frage, wie entzündliche Prozesse im Nervensystem entstehen und warum das Immunsystem körpereigene Nervenzellen angreift. Moderne Bildgebung, immunologische Analysen und molekulare Diagnostik ermöglichen es heute, diese Prozesse immer genauer zu untersuchen. Gleichzeitig werden neue Therapien entwickelt, die gezielt in das Immunsystem eingreifen, um Entzündungen zu kontrollieren und Nervenzellen zu schützen. Ziel ist es, Krankheitsverläufe langfristig zu verlangsamen und neurologische Funktionen zu erhalten.

Interdisziplinäre Forschung zwischen Neurologie, Psychiatrie und Onkologie

Der Forschungsschwerpunkt Neuro-immunologische Erkrankungen des Nervensystems vereint mehrere klinische Fachrichtungen. Die Neurologie untersucht Krankheitsmechanismen und klinische Symptome neurologischer Autoimmunerkrankungen. Die Neurochirurgie trägt zur Diagnostik und Behandlung komplexer Erkrankungen des Gehirns und Rückenmarks bei. Die Psychiatrie erforscht, wie entzündliche Prozesse im Gehirn auch psychische Symptome beeinflussen können, während die Hämatologie & Onkologie ihre Expertise in der Immunologie und in modernen immunmodulierenden Therapien einbringt.

Durch diese enge Zusammenarbeit entsteht ein umfassendes Verständnis der Wechselwirkungen zwischen Immunsystem und Nervensystem. Ziel ist es, neue Diagnosemethoden zu entwickeln und innovative Therapien schneller in die klinische Behandlung zu übertragen, um Patientinnen und Patienten mit neuro-immunologischen Erkrankungen langfristig bessere Perspektiven zu bieten.

 

 

Fördermittel

Förderkennzeichen

01NIE0203

Fördersumme

150.000€
Ansprechpersonen
Dr. Katharina Brandt
Studienleitung Neurologie
Prof. Dr. Amara Nzinga
Studienleitung Psychiatrie