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Biopsie-Befundung (Auswertung einer Gewebeprobe)

Leiterin der Pathologie

Dr. Mariella Bontempo

Gewebeproben präzise beurteilen für eine sichere Diagnose

Bei der Biopsie-Befundung wird eine zuvor entnommene Gewebeprobe im Labor sorgfältig untersucht. Das Gewebe wird aufbereitet, gefärbt und anschließend unter dem Mikroskop beurteilt. Fachärztinnen und Fachärzte der Pathologie analysieren dabei die Zellstruktur und mögliche krankhafte Veränderungen. So können Entzündungen, gutartige Veränderungen oder Tumorerkrankungen erkannt werden. Die Ergebnisse liefern wichtige Informationen für die weitere Behandlung.

In welchen Fällen wird die Untersuchung vorgenommen?

Eine Biopsie-Befundung erfolgt immer dann, wenn eine Gewebeprobe zur weiteren Abklärung entnommen wurde. Häufig geschieht dies bei unklaren Veränderungen von Organen oder Gewebe, beispielsweise bei auffälligen Befunden in der Bildgebung. Typische Indikationen sind der Verdacht auf Tumorerkrankungen, chronische Entzündungen oder andere strukturelle Gewebeveränderungen. Die Untersuchung kann unter anderem bei Veränderungen der Haut, der Brust, der Lunge, des Darms oder anderer Organe notwendig sein. Die Biopsie-Befundung hilft dabei, eine eindeutige Diagnose zu stellen und die passende Therapie festzulegen.

Wie ist der Ablauf der Untersuchung?

Zunächst wird im Rahmen einer Biopsie eine kleine Gewebeprobe entnommen. Diese Probe wird anschließend an die Pathologie übergeben und dort speziell aufbereitet. Das Gewebe wird in dünne Schnitte geschnitten, gefärbt und mikroskopisch untersucht. Fachärztinnen und Fachärzte beurteilen die Zellstruktur und mögliche krankhafte Veränderungen. Der Befund wird anschließend an die behandelnde Fachabteilung übermittelt.

Dauer der Untersuchung

Die Auswertung der Gewebeprobe dauert in der Regel ein bis drei Tage; bei zusätzlichen Spezialuntersuchungen kann die Befunddauer etwas länger sein.

Was ist zu beachten?

Vor der Biopsie-Befundung selbst sind keine besonderen Vorbereitungen erforderlich, da sie erst nach der Entnahme einer Gewebeprobe im Labor erfolgt. Wichtig ist, die Hinweise zur jeweiligen Biopsie zu beachten, bei der das Gewebe entnommen wurde. Nach der Gewebeentnahme gelten die Empfehlungen der behandelnden Fachabteilung, beispielsweise zur Wundversorgung oder körperlichen Schonung. Die Biopsie-Befundung selbst verursacht keine Beschwerden. Die behandelnden Ärztinnen und Ärzte erläutern anschließend das Ergebnis und die weiteren Behandlungsmöglichkeiten.