TUR-P (Transurethrale Resektion der Prostata)
Freier Wasserlassen durch schonende Prostataoperation
Die transurethrale Resektion der Prostata (TUR-P) ist ein bewährtes Standardverfahren zur Behandlung einer ausgeprägten gutartigen Prostatavergrößerung. Über ein spezielles Instrument, das durch die Harnröhre eingeführt wird, entfernt der Operateur überschüssiges Prostatagewebe schichtweise. Dadurch wird die Verengung der Harnröhre beseitigt und der Harnfluss wieder verbessert. Da kein äußerer Hautschnitt erforderlich ist, gilt der Eingriff als besonders schonend. Die TUR-P gehört zu den häufigsten urologischen Operationen bei Männern.
Bei welchen Indikationen findet der Eingriff statt?
Wie läuft die Vorbereitung auf den Eingriff ab?
Vor der TUR-P erfolgt eine gründliche urologische Untersuchung. Dazu gehören meist eine Ultraschalluntersuchung, Laborwerte sowie eine Beurteilung der Blasenfunktion. Zusätzlich findet ein Aufklärungsgespräch zur Operation und zur Narkose statt. Bestimmte Medikamente, insbesondere blutverdünnende Präparate, müssen eventuell vorübergehend pausiert werden. Am Operationstag erfolgt die Aufnahme auf die Station.
Wie ist der Ablauf des Eingriffs?
Der Eingriff erfolgt über die natürliche Körperöffnung der Harnröhre. Über ein sogenanntes Resektoskop führt der Operateur eine kleine elektrische Schlinge ein, mit der überschüssiges Prostatagewebe schichtweise abgetragen wird. Gleichzeitig wird das Operationsgebiet kontinuierlich gespült, um eine gute Sicht zu gewährleisten. Die entfernten Gewebeteile werden aus der Blase gespült und anschließend feingeweblich untersucht. Am Ende des Eingriffs wird ein Blasenkatheter eingelegt.
Dauer
Narkose
Drainagen
Hautfäden
Stationärer Aufenthalt
Postoperativ
Verträglichkeit
Wie läuft die Nachsorge ab?
Nach der Entfernung des Katheters wird überprüft, ob das Wasserlassen wieder problemlos möglich ist. In den ersten Wochen sollte körperliche Schonung eingehalten werden, insbesondere sollten schwere körperliche Belastungen vermieden werden. Außerdem wird empfohlen, ausreichend zu trinken, um die Blase zu spülen. Kontrolluntersuchungen beim Urologen dienen dazu, den Heilungsverlauf zu überwachen und mögliche Beschwerden frühzeitig zu erkennen.
Was sind die Risiken des Eingriffs?
Wie bei jeder Operation können auch bei der TUR-P Komplikationen auftreten, diese sind jedoch selten. Möglich sind Nachblutungen, vorübergehende Reizungen der Blase oder Harnwegsinfektionen. In seltenen Fällen kann es zu einer Verengung der Harnröhre oder zu einer sogenannten retrograden Ejakulation kommen, bei der das Ejakulat in die Blase gelangt. Schwerwiegende Komplikationen sind insgesamt selten.
