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Thoraxdrainage

Entlastung für die Lunge bei Luft oder Flüssigkeit im Brustraum

Im Brustraum befindet sich normalerweise nur ein sehr dünner Flüssigkeitsfilm zwischen Lunge und Brustwand. Wenn sich dort Luft, Blut oder Flüssigkeit ansammelt, kann sich die Lunge nicht mehr vollständig ausdehnen. In solchen Situationen kann eine Thoraxdrainage notwendig sein. Dabei wird ein dünner Schlauch in den Brustraum eingelegt, über den die angesammelte Luft oder Flüssigkeit abgeleitet wird. Die Thoraxdrainage hilft, den Druck zu verringern und die Atmung zu verbessern.

Wann wird die Therapie angewendet?

Eine Thoraxdrainage kann bei verschiedenen Erkrankungen oder Verletzungen notwendig sein. Häufig wird sie bei einem Pneumothorax eingesetzt, bei dem Luft in den Brustraum gelangt. Auch nach Operationen am Brustkorb oder bei Blutungen kann eine Thoraxdrainage erforderlich sein. Darüber hinaus kann sie bei größeren Flüssigkeitsansammlungen im Brustraum eingesetzt werden.

Ablauf und Dauer der Therapie

Für eine Thoraxdrainage wird zunächst eine geeignete Stelle am Brustkorb ausgewählt und lokal betäubt. Anschließend wird der Drainageschlauch vorsichtig zwischen zwei Rippen in den Brustraum eingeführt. Der Schlauch wird mit einem speziellen Drainagesystem verbunden, über das Luft oder Flüssigkeit kontrolliert abgeleitet werden kann. Während der Thoraxdrainage überwacht das medizinische Team regelmäßig die Funktion des Systems.

Vorbereitung und Nachsorge

Bei geplanten Eingriffen wird die Thoraxdrainage vorbereitet, indem mögliche Risiken und Vorerkrankungen besprochen werden. In Notfallsituationen erfolgt die Thoraxdrainage unmittelbar zur Stabilisierung der Atmung. Nach dem Einlegen wird die Lage der Thoraxdrainage meist durch eine Röntgenuntersuchung kontrolliert. Sobald keine Luft oder Flüssigkeit mehr austritt und sich die Lunge stabil entfaltet hat, kann die Thoraxdrainage wieder entfernt werden.