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Glomerulonephritis (Nierenkörperchenentzündung)

Entzündungen der Nieren frühzeitig erkennen

Die Glomerulonephritis ist eine entzündliche Erkrankung der Nierenkörperchen, die für die Blutfiltration verantwortlich sind. Durch die Entzündung kann die Filterfunktion der Niere gestört werden. In manchen Fällen entwickelt sich die Erkrankung plötzlich, in anderen Fällen langsam über einen längeren Zeitraum. Erste Beschwerden können unspezifisch sein oder ganz fehlen. Eine frühzeitige Diagnose ist wichtig, um mögliche Folgeschäden der Nieren zu vermeiden.

Ursachen & Symptome

Eine Glomerulonephritis entsteht häufig durch eine fehlgeleitete Reaktion des Immunsystems. In manchen Fällen tritt sie nach Infektionen auf, beispielsweise nach bestimmten bakteriellen Erkrankungen. Auch Autoimmunerkrankungen oder andere entzündliche Prozesse im Körper können eine Rolle spielen.

Typische Symptome können Blut oder Eiweiß im Urin sein. Manche Betroffene bemerken auch Schwellungen an Beinen oder im Gesicht. Zusätzlich können erhöhter Blutdruck, Müdigkeit oder eine verminderte Urinmenge auftreten.

Blut im Urin, Schwellungen oder unerklärlicher Bluthochdruck sollten ärztlich abgeklärt werden. Diese Beschwerden können Hinweise auf eine Nierenerkrankung sein. Eine frühzeitige Diagnose kann helfen, bleibende Schäden der Nieren zu vermeiden.

Vorsorge

Eine direkte Vorbeugung gegen eine Glomerulonephritis ist nicht immer möglich. Die frühzeitige Behandlung von Infektionen und eine regelmäßige ärztliche Kontrolle bei bestehenden Nierenerkrankungen können jedoch hilfreich sein. Bei auffälligen Veränderungen im Urin oder anhaltenden Beschwerden sollte eine ärztliche Untersuchung erfolgen.

Abklärung

Zur Abklärung einer Glomerulonephritis werden zunächst Blut- und Urinuntersuchungen durchgeführt. Diese können Hinweise auf Entzündungsprozesse und eine eingeschränkte Nierenfunktion geben. Zusätzlich wird häufig eine Ultraschalluntersuchung der Nieren durchgeführt. In manchen Fällen kann auch eine Gewebeprobe der Niere erforderlich sein, um die genaue Ursache der Erkrankung zu bestimmen.

Behandlung

Die Behandlung der Glomerulonephritis richtet sich nach der zugrunde liegenden Ursache. Häufig werden Medikamente eingesetzt, um Entzündungen zu kontrollieren und das Immunsystem zu regulieren. Zusätzlich können Maßnahmen zur Kontrolle des Blutdrucks und zum Schutz der Nierenfunktion notwendig sein. Ziel der Therapie ist es, das Fortschreiten der Erkrankung zu verhindern.

Nachsorge

Nach der Behandlung sind regelmäßige ärztliche Kontrollen wichtig, um die Nierenfunktion zu überwachen. Dabei werden Blut- und Urinwerte überprüft. Eine kontinuierliche medizinische Betreuung hilft, mögliche Komplikationen frühzeitig zu erkennen.

ICD-10-Codes

N00 – Akutes nephritisches Syndrom, N01 – Rasch fortschreitendes nephritisches Syndrom, N03 – Chronisches nephritisches Syndrom