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Acute Respiratory Distress Syndrome (Akutes Atemnotsyndrom)

Akutes Lungenversagen schnell erkennen und intensivmedizinisch behandeln

Das ARDS ist eine schwere Form des akuten Lungenversagens. Dabei kommt es zu einer starken Entzündungsreaktion in der Lunge, wodurch der Gasaustausch eingeschränkt wird. Der Körper erhält dadurch weniger Sauerstoff. Betroffene entwickeln meist plötzlich schwere Atemnot und benötigen eine sofortige medizinische Behandlung. Die Therapie erfolgt in der Regel auf einer Intensivstation.

Ursachen & Symptome

Ein ARDS kann durch verschiedene schwere Erkrankungen ausgelöst werden. Häufige Ursachen sind schwere Infektionen wie Lungenentzündungen oder Sepsis, schwere Verletzungen, Verbrennungen oder das Einatmen schädlicher Stoffe. Auch schwere Entzündungsreaktionen im Körper können ein ARDS auslösen.

Typische Symptome sind plötzlich auftretende schwere Atemnot, schnelle Atmung und ein deutlicher Sauerstoffmangel im Blut. Betroffene wirken oft stark erschöpft und können eine bläuliche Verfärbung der Lippen oder Haut entwickeln. Ohne schnelle Behandlung kann sich der Zustand rasch verschlechtern.

Schwere Atemnot oder plötzlich auftretende starke Atemprobleme sind medizinische Notfälle. In solchen Situationen sollte sofort ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden. Eine schnelle Behandlung kann entscheidend für den Krankheitsverlauf sein.

Vorsorge

Eine direkte Vorbeugung gegen ARDS ist nur begrenzt möglich, da die Erkrankung meist als Folge anderer schwerer Erkrankungen entsteht. Eine frühzeitige Behandlung schwerer Infektionen oder Verletzungen kann jedoch helfen, das Risiko zu verringern. Auch eine gute medizinische Versorgung bei schweren Erkrankungen spielt eine wichtige Rolle.

Abklärung

Bei Verdacht auf ARDS erfolgt eine schnelle medizinische Untersuchung im Krankenhaus. Dabei werden Atmung, Sauerstoffgehalt im Blut und allgemeiner Gesundheitszustand überprüft. Zusätzlich kommen bildgebende Verfahren wie Röntgenaufnahmen oder Computertomografie der Lunge zum Einsatz. Diese Untersuchungen helfen, Veränderungen im Lungengewebe zu erkennen.

Behandlung

Die Behandlung des ARDS erfolgt in der Regel auf einer Intensivstation. Häufig ist eine künstliche Beatmung notwendig, um den Körper ausreichend mit Sauerstoff zu versorgen. Zusätzlich wird die zugrunde liegende Ursache der Erkrankung behandelt, beispielsweise eine Infektion. Ziel der Therapie ist es, die Lungenfunktion zu stabilisieren und den Sauerstoffaustausch zu verbessern.

Nachsorge

Nach überstandenem ARDS kann eine längere Erholungsphase notwendig sein. Manche Betroffene benötigen eine Rehabilitation oder Atemtherapie, um die Lungenfunktion zu verbessern. Regelmäßige ärztliche Kontrollen helfen, den Heilungsverlauf zu überwachen.

ICD-10-Codes

J80 – Akutes Atemnotsyndrom (ARDS)