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Lungenembolie (Blutgerinnsel in der Lunge)

Gefäßverschlüsse der Lunge schnell erkennen und behandeln

Die Lungenembolie ist eine akute Erkrankung, bei der ein Blutgerinnsel eine Lungenarterie verstopft. Häufig stammt dieses Gerinnsel aus den tiefen Beinvenen und wird über den Blutkreislauf in die Lunge transportiert. Je nach Größe und Lage des Gerinnsels kann die Durchblutung der Lunge unterschiedlich stark beeinträchtigt sein. Betroffene entwickeln häufig plötzlich auftretende Atemnot oder Brustschmerzen. Eine schnelle Diagnose und Behandlung sind wichtig, um Komplikationen zu vermeiden.

Ursachen & Symptome

In den meisten Fällen entsteht eine Lungenembolie durch ein Blutgerinnsel, das sich in den tiefen Venen der Beine oder des Beckens gebildet hat. Dieses Gerinnsel kann sich lösen und über den Blutkreislauf in die Lunge gelangen. Risikofaktoren sind unter anderem längere Immobilität, Operationen, bestimmte Erkrankungen oder eine erhöhte Blutgerinnungsneigung. Auch Schwangerschaft, Rauchen oder hormonelle Medikamente können das Risiko erhöhen.

Typische Symptome einer Lungenembolie sind plötzlich auftretende Atemnot und Schmerzen im Brustbereich. Häufig kommt es zusätzlich zu einem schnellen Herzschlag oder Husten. Manche Patienten bemerken auch Schwindel, Schwäche oder ein allgemeines Krankheitsgefühl. In schweren Fällen kann es zu Kreislaufproblemen oder Bewusstseinsverlust kommen.

Plötzlich auftretende Atemnot, Brustschmerzen oder Kreislaufprobleme sollten immer medizinisch abgeklärt werden. Diese Beschwerden können auf eine Lungenembolie hinweisen und stellen einen medizinischen Notfall dar. Eine schnelle Behandlung kann entscheidend sein, um schwere Komplikationen zu vermeiden.

Vorsorge

Die Vorbeugung einer Lungenembolie konzentriert sich vor allem auf die Vermeidung von Blutgerinnseln in den Beinvenen. Nach Operationen oder bei längerer Bettlägerigkeit können Medikamente zur Thromboseprophylaxe eingesetzt werden. Auch regelmäßige Bewegung und ausreichend Flüssigkeitszufuhr unterstützen die Durchblutung. Kompressionsstrümpfe können in bestimmten Situationen ebenfalls sinnvoll sein.

Abklärung

Bei Verdacht auf eine Lungenembolie erfolgt eine rasche medizinische Abklärung. Zunächst werden Symptome, Risikofaktoren und der allgemeine Gesundheitszustand beurteilt. Blutuntersuchungen können Hinweise auf eine mögliche Embolie geben. Bildgebende Verfahren ermöglichen die Darstellung der Lungengefäße und helfen, den Gefäßverschluss nachzuweisen. Diese Diagnostik ist entscheidend für die weitere Behandlung.

Behandlung

Die Behandlung einer Lungenembolie zielt darauf ab, das Blutgerinnsel zu stabilisieren und weitere Gerinnselbildungen zu verhindern. Häufig werden blutverdünnende Medikamente eingesetzt, die die Blutgerinnung hemmen. In schwereren Fällen können spezielle Medikamente eingesetzt werden, um das Gerinnsel aufzulösen. In bestimmten Situationen können auch kathetergestützte Verfahren oder operative Eingriffe notwendig sein. Die Therapie richtet sich nach dem Schweregrad der Erkrankung und dem allgemeinen Zustand der Patienten.

Nachsorge

Nach einer Lungenembolie ist eine regelmäßige medizinische Nachsorge wichtig. Häufig wird eine längerfristige Therapie mit blutverdünnenden Medikamenten fortgeführt, um erneute Gerinnselbildungen zu verhindern. Kontrolluntersuchungen helfen dabei, den Verlauf der Erkrankung zu überwachen. Zusätzlich können Maßnahmen zur Thromboseprävention empfohlen werden. Ziel der Nachsorge ist es, das Risiko für weitere Embolien zu reduzieren.

ICD-10-Codes

I26 – Lungenembolie

Wissenswertes

Entlassung & Nachsorge
Wie hoch ist das Risiko für eine erneute Lungenembolie?

Das Risiko für eine erneute Lungenembolie hängt von verschiedenen Faktoren ab, etwa von der Ursache des ersten Ereignisses oder von bestehenden Risikofaktoren. Eine konsequente medizinische Behandlung und Nachsorge können helfen, dieses Risiko deutlich zu reduzieren. Regelmäßige ärztliche Kontrollen unterstützen dabei, mögliche Veränderungen frühzeitig zu erkennen.

Entlassung & Nachsorge
Darf man nach einer Lungenembolie wieder reisen oder fliegen?

Reisen sind nach einer überstandenen Lungenembolie grundsätzlich möglich, sollten jedoch mit dem behandelnden Arzt abgestimmt werden. Besonders bei längeren Flugreisen kann es sinnvoll sein, vorbeugende Maßnahmen wie Bewegung oder Kompressionsstrümpfe zu nutzen. Die individuelle Situation und der aktuelle Gesundheitszustand spielen dabei eine wichtige Rolle.

Entlassung & Nachsorge
Wie lange muss man nach einer Lungenembolie blutverdünnende Medikamente einnehmen?

Die Dauer der Behandlung mit blutverdünnenden Medikamenten hängt von der Ursache der Lungenembolie und vom individuellen Risiko für weitere Blutgerinnsel ab. Häufig erfolgt die Therapie über mehrere Monate, in manchen Fällen auch länger. Die genaue Behandlungsdauer wird individuell mit dem behandelnden Arzt festgelegt.