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Coxarthrose (Hüftarthrose)

Schmerzen im Hüftgelenk verstehen und Beweglichkeit erhalten

Die Hüftarthrose ist eine häufige Erkrankung des Hüftgelenks, bei der sich der Gelenkknorpel nach und nach abnutzt. Dadurch reiben Knochenflächen stärker aufeinander, was Schmerzen und Bewegungseinschränkungen verursachen kann. Die Beschwerden entwickeln sich meist langsam über einen längeren Zeitraum. Besonders alltägliche Bewegungen wie Gehen, Treppensteigen oder das Aufstehen können zunehmend schwieriger werden. Eine frühzeitige Diagnose ermöglicht eine gezielte Behandlung, um Schmerzen zu lindern und die Beweglichkeit möglichst lange zu erhalten.

Ursachen & Symptome

Hüftarthrose kann durch verschiedene Faktoren entstehen. Häufig handelt es sich um altersbedingten Verschleiß des Gelenkknorpels. Auch Fehlstellungen des Hüftgelenks, frühere Verletzungen oder angeborene Veränderungen können eine Rolle spielen. Übergewicht, starke körperliche Belastung oder bestimmte Stoffwechselerkrankungen können den Verschleiß zusätzlich begünstigen.

Typisch für eine Hüftarthrose sind Schmerzen im Bereich der Leiste, der Hüfte oder im Oberschenkel. Die Beschwerden treten häufig zunächst bei Belastung auf und können im Verlauf auch in Ruhe bestehen. Viele Betroffene berichten über eine eingeschränkte Beweglichkeit des Hüftgelenks, etwa beim Anziehen von Schuhen oder beim Treppensteigen. Auch ein morgendliches Steifigkeitsgefühl im Gelenk kann auftreten.

Anhaltende Schmerzen im Bereich der Hüfte oder eine zunehmende Einschränkung der Beweglichkeit sollten ärztlich abgeklärt werden. Eine frühzeitige Diagnose kann helfen, den Verlauf der Erkrankung zu verlangsamen und Beschwerden zu lindern. Besonders bei zunehmenden Schmerzen oder deutlicher Bewegungseinschränkung ist eine orthopädische Untersuchung sinnvoll.

Vorsorge

Eine vollständige Vorbeugung der Hüftarthrose ist nicht immer möglich, jedoch können bestimmte Maßnahmen das Risiko verringern. Regelmäßige Bewegung hilft, die Muskulatur rund um das Hüftgelenk zu stärken und das Gelenk zu stabilisieren. Ein gesundes Körpergewicht reduziert die Belastung der Gelenke. Auch gelenkschonende Sportarten wie Schwimmen oder Radfahren können zur Erhaltung der Gelenkfunktion beitragen. Eine gute Behandlung von Fehlstellungen oder früheren Gelenkverletzungen kann ebenfalls wichtig sein.

Abklärung

Bei Verdacht auf eine Hüftarthrose erfolgt zunächst eine körperliche Untersuchung des Hüftgelenks. Dabei werden Beweglichkeit, Schmerzpunkte und Gangbild beurteilt. Bildgebende Verfahren helfen dabei, Veränderungen im Gelenk sichtbar zu machen. Röntgenaufnahmen zeigen häufig typische Veränderungen wie eine Verschmälerung des Gelenkspalts. In bestimmten Fällen können weitere Untersuchungen wie eine Magnetresonanztomographie sinnvoll sein, um das Gelenk genauer zu beurteilen.

Behandlung

Die Behandlung der Hüftarthrose richtet sich nach dem Schweregrad der Erkrankung und den Beschwerden der Patienten. In frühen Stadien stehen meist konservative Maßnahmen im Vordergrund. Dazu gehören Physiotherapie, Schmerztherapie und gezielte Übungen zur Verbesserung der Beweglichkeit und Muskelkraft. Auch entzündungshemmende Medikamente können eingesetzt werden. Wenn die Beschwerden stark ausgeprägt sind und andere Behandlungen nicht ausreichend helfen, kann ein operativer Gelenkersatz des Hüftgelenks in Betracht gezogen werden. Ziel der Behandlung ist es, Schmerzen zu reduzieren und die Beweglichkeit zu verbessern.

Nachsorge

Nach der Behandlung der Hüftarthrose ist eine strukturierte Nachsorge wichtig, insbesondere nach operativen Eingriffen. Physiotherapeutische Übungen helfen dabei, Beweglichkeit und Muskelkraft wieder aufzubauen. Patienten lernen zudem gelenkschonende Bewegungsabläufe für Alltag und Beruf. Regelmäßige ärztliche Kontrollen begleiten den Heilungsverlauf. Ziel der Nachsorge ist es, die Funktion des Hüftgelenks langfristig zu erhalten.

ICD-10-Codes

M16 – Coxarthrose (Arthrose des Hüftgelenks)