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Prostatakarzinom (Prostatakrebs)

Prostatakrebs früh erkennen und individuell behandeln

Das Prostatakarzinom entsteht aus Zellen der Prostata und entwickelt sich häufig langsam über viele Jahre. Viele Männer haben in frühen Stadien keine Beschwerden, weshalb Vorsorgeuntersuchungen eine wichtige Rolle spielen. Wird Prostatakrebs früh erkannt, bestehen in der Regel sehr gute Behandlungsmöglichkeiten. Je nach Ausbreitung des Tumors und individuellen Faktoren stehen verschiedene Therapieoptionen zur Verfügung. Ziel der Behandlung ist es, den Tumor zu kontrollieren oder zu entfernen und gleichzeitig die Lebensqualität möglichst zu erhalten.

Ursachen & Symptome

Die genaue Ursache des Prostatakarzinoms ist nicht vollständig geklärt. Zu den bekannten Risikofaktoren zählen zunehmendes Alter, genetische Veranlagung sowie hormonelle Einflüsse. Männer mit familiärer Vorbelastung haben ein erhöhtes Risiko, ebenfalls an Prostatakrebs zu erkranken. Auch Lebensstilfaktoren wie Ernährung oder Bewegungsmangel können möglicherweise eine Rolle spielen.

In frühen Stadien verursacht ein Prostatakarzinom häufig keine Beschwerden. Mit zunehmendem Wachstum können Symptome auftreten, die auch bei gutartigen Prostataerkrankungen vorkommen. Dazu zählen ein abgeschwächter Harnstrahl, häufiger Harndrang, Schwierigkeiten beim Wasserlassen oder Blut im Urin oder Sperma. In fortgeschrittenen Stadien können Schmerzen im Beckenbereich oder in den Knochen auftreten. Solche Beschwerden sollten immer ärztlich abgeklärt werden.

Beschwerden beim Wasserlassen oder Veränderungen des PSA-Wertes sollten immer ärztlich abgeklärt werden. Da frühe Stadien eines Prostatakarzinoms oft keine Symptome verursachen, ist die regelmäßige Vorsorge besonders wichtig. Eine frühzeitige Diagnose ermöglicht häufig schonendere Behandlungen und verbessert die langfristige Prognose. Männer mit familiärer Vorbelastung sollten besonders auf regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen achten.

Vorsorge

Die Vorsorge spielt eine wichtige Rolle bei der frühzeitigen Erkennung eines Prostatakarzinoms. Gesetzlich krankenversicherte Männer in Deutschland können ab dem 45. Lebensjahr eine jährliche Früherkennungsuntersuchung beim Urologen in Anspruch nehmen. Diese umfasst in der Regel eine körperliche Untersuchung der Prostata über den Enddarm. Zusätzlich kann ein PSA-Bluttest durchgeführt werden, der Hinweise auf Veränderungen der Prostata geben kann. Eine frühzeitige Erkennung ermöglicht oft schonendere und erfolgreichere Behandlungsmöglichkeiten.

Abklärung

Besteht der Verdacht auf ein Prostatakarzinom, werden verschiedene diagnostische Untersuchungen durchgeführt. Dazu gehören eine körperliche Untersuchung, Blutuntersuchungen mit Bestimmung des PSA-Wertes sowie bildgebende Verfahren. Häufig kommt eine multiparametrische Magnetresonanztomographie (mpMRT) der Prostata zum Einsatz, um auffällige Areale genauer darzustellen. Die endgültige Diagnose wird durch eine Prostatabiopsie gestellt, bei der kleine Gewebeproben entnommen und mikroskopisch untersucht werden. Weitere Untersuchungen können erforderlich sein, um festzustellen, ob sich der Tumor bereits ausgebreitet hat.

Behandlung

Die Behandlung des Prostatakarzinoms richtet sich nach Tumorstadium, Aggressivität des Tumors, Alter des Patienten und individuellen Begleiterkrankungen. Bei langsam wachsenden Tumoren kann zunächst eine sogenannte aktive Überwachung erfolgen, bei der der Tumor regelmäßig kontrolliert wird. Wenn eine Behandlung erforderlich ist, kommen verschiedene Therapien infrage. Dazu gehören operative Verfahren wie die radikale Prostatektomie, bei der die Prostata entfernt wird, sowie verschiedene Formen der Strahlentherapie. In bestimmten Situationen können auch medikamentöse Behandlungen wie eine Hormontherapie oder Chemotherapie eingesetzt werden. Ziel der Therapie ist eine möglichst vollständige Tumorkontrolle bei gleichzeitig guter Lebensqualität.

Nachsorge

Nach der Behandlung eines Prostatakarzinoms sind regelmäßige Nachsorgeuntersuchungen wichtig. Dabei wird insbesondere der PSA-Wert im Blut kontrolliert, um frühzeitig Hinweise auf ein mögliches Wiederauftreten der Erkrankung zu erkennen. Zusätzlich können körperliche Untersuchungen und gegebenenfalls bildgebende Verfahren durchgeführt werden. Die Nachsorge dient außerdem dazu, mögliche Nebenwirkungen der Therapie zu erkennen und zu behandeln. Häufig werden auch unterstützende Maßnahmen wie physiotherapeutische Behandlungen oder Beratung zur Lebensqualität angeboten.

ICD-10-Codes

C61 – Bösartige Neubildung der Prostata