Immuntherapie
Die Kraft des Immunsystems gegen Krebs nutzen
Das Immunsystem ist grundsätzlich in der Lage, veränderte Zellen im Körper zu erkennen und zu bekämpfen. Krebszellen können jedoch Mechanismen entwickeln, um sich vor dieser Immunabwehr zu schützen. Die Immuntherapie greift gezielt in diese Prozesse ein und unterstützt das Immunsystem dabei, Tumorzellen wieder zu erkennen. Dadurch kann die körpereigene Abwehr die Krebszellen effektiver bekämpfen. Die Immuntherapie stellt heute einen wichtigen Bestandteil moderner Krebsbehandlungen dar.
Wann wird die Therapie angewendet?
Die Immuntherapie wird bei verschiedenen Tumorerkrankungen angewendet. Dazu gehören unter anderem Lungenkrebs, Hautkrebs, Nierenkrebs oder bestimmte Formen von Blasen- und Darmkrebs. Ob eine Immuntherapie geeignet ist, hängt von der Tumorart, den molekularen Eigenschaften des Tumors und dem allgemeinen Gesundheitszustand ab.
Ablauf und Dauer der Therapie
Die Immuntherapie erfolgt häufig über Infusionen in regelmäßigen Abständen. Je nach Medikament kann die Behandlung alle zwei bis sechs Wochen stattfinden. Die Therapie wird meist ambulant durchgeführt und über einen längeren Zeitraum fortgesetzt.
Vorbereitung und Nachsorge
Vor Beginn einer Immuntherapie werden verschiedene Untersuchungen durchgeführt, darunter Bluttests und gegebenenfalls spezielle Tumoranalysen. Während der Immuntherapie erfolgen regelmäßige Kontrolluntersuchungen. Diese dienen dazu, den Behandlungserfolg zu beurteilen und mögliche Nebenwirkungen frühzeitig zu erkennen.
Auch nach Abschluss einer Immuntherapie erfolgen regelmäßige Kontrolltermine. Diese Untersuchungen helfen dabei, den langfristigen Behandlungserfolg zu beurteilen. Die Nachsorge wird individuell an die jeweilige Erkrankung angepasst.
