Tonsillektomie (Entfernung der Gaumenmandeln)

Prof. Dr. Hagen Herdlein
Dauerhafte Hilfe bei chronischen Mandelbeschwerden
Die Gaumenmandeln sind Teil des Immunsystems im Rachenraum. Wiederholte Entzündungen können jedoch zu erheblichen Beschwerden führen. Wenn konservative Therapien nicht ausreichen, kann eine operative Entfernung sinnvoll sein. Die Tonsillektomie ist ein etablierter Eingriff in der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde. Ziel ist eine nachhaltige Reduktion von Entzündungen und Komplikationen.
Bei welchen Indikationen findet der Eingriff statt?
Wie läuft die Vorbereitung auf den Eingriff ab?
Vor der Tonsillektomie erfolgen eine HNO-ärztliche Untersuchung und Blutuntersuchungen zur Gerinnungskontrolle. Bestehende Infekte sollten vor der Operation abgeklungen sein. Blutverdünnende Medikamente müssen gegebenenfalls pausiert werden. In einem Aufklärungsgespräch werden Ablauf, Risiken und Nachsorge besprochen. Der Eingriff erfolgt nüchtern.
Wie ist der Ablauf des Eingriffs?
Die Tonsillektomie erfolgt in Vollnarkose. Über den Mund werden die Gaumenmandeln vollständig aus ihrem Gewebeverband gelöst. Blutgefäße werden sorgfältig verschlossen, um Nachblutungen zu vermeiden. Es erfolgt kein äußerer Hautschnitt. Nach Kontrolle der Blutstillung wird der Eingriff beendet.
Dauer
Narkose
Drainagen
Hautfäden
Stationärer Aufenthalt
Postoperativ
Verträglichkeit
Wie läuft die Nachsorge ab?
In den ersten zwei Wochen sind Schonung und weiche, nicht reizende Kost wichtig. Körperliche Anstrengung sollte vermieden werden. Schmerzen beim Schlucken sind in den ersten Tagen normal und werden medikamentös behandelt. Eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme ist entscheidend. Bei Anzeichen einer Nachblutung ist sofort ärztliche Hilfe erforderlich.
Was sind die Risiken des Eingriffs?
Die wichtigste Komplikation nach einer Tonsillektomie ist eine Nachblutung, die auch noch einige Tage nach der Operation auftreten kann. Schmerzen und Schluckbeschwerden sind häufig. Infektionen oder Wundheilungsstörungen sind selten. In sehr seltenen Fällen kann es zu Geschmacksveränderungen kommen. Das individuelle Risiko wird im Aufklärungsgespräch erläutert.