3D-Mapping (3D-Kartierung der Erregung)
Präzision in drei Dimensionen
Beim 3D-Mapping wird die elektrische Erregung im Herzen räumlich dargestellt und digital rekonstruiert. So entsteht eine dreidimensionale Karte der Herzinnenräume mit ihren elektrischen Leitungsbahnen. Das Verfahren ermöglicht eine besonders präzise Lokalisation krankhafter Erregungszentren. Es wird meist im Rahmen einer elektrophysiologischen Untersuchung oder Katheterablation eingesetzt. Ziel ist eine sichere, gezielte und möglichst schonende Behandlung von Herzrhythmusstörungen.
In welchen Fällen wird die Untersuchung vorgenommen?
Ein 3D-Mapping wird bei komplexen oder wiederkehrenden Herzrhythmusstörungen wie Vorhofflimmern, Vorhofflattern oder ventrikulären Tachykardien durchgeführt. Auch bei bereits erfolglosen Vorbehandlungen dient das Verfahren der exakten Ursachenanalyse. Es ist eng verknüpft mit der elektrophysiologischen Untersuchung (EPU) und der Katheterablation. Besonders bei anatomisch schwierigen oder vielschichtigen Rhythmusstörungen erhöht das 3D-Mapping die Behandlungspräzision.
Wie ist der Ablauf der Untersuchung?
Das 3D-Mapping erfolgt im Rahmen eines Herzkathetereingriffs in örtlicher Betäubung, gegebenenfalls ergänzt durch ein Beruhigungsmittel. Über dünne Katheter, die meist über die Leiste eingeführt werden, werden elektrische Signale aus dem Herzen abgeleitet. Ein spezielles Computersystem berechnet daraus eine dreidimensionale Darstellung der Herzstrukturen und der elektrischen Aktivität. Währenddessen werden Herzrhythmus und Kreislauf kontinuierlich überwacht. Die Untersuchung ist in der Regel nicht schmerzhaft, ein Druckgefühl im Bereich der Punktionsstelle kann auftreten.
Dauer der Untersuchung
Was ist zu beachten?
Vor dem 3D-Mapping müssen Sie in der Regel nüchtern bleiben. Bestimmte Herzrhythmusmedikamente werden nach ärztlicher Rücksprache vorübergehend pausiert. Nach dem Eingriff erfolgt eine Überwachung auf der Station, insbesondere im Hinblick auf die Punktionsstelle in der Leiste. Für mehrere Stunden ist Bettruhe erforderlich, körperliche Belastungen sollten zunächst vermieden werden. Genauere Anweisungen erhalten Sie individuell vom Behandlungsteam.
