Katheterablation
Den Herzrhythmus neu ordnen
Herzrhythmusstörungen entstehen durch fehlerhafte elektrische Erregungsleitungen im Herzmuskel. Diese können zu Herzrasen, Herzstolpern oder Leistungsminderung führen. Bei der Katheterablation werden die auslösenden Areale präzise lokalisiert und durch Hitze oder Kälte verödet. Ziel ist es, den natürlichen Herzrhythmus wiederherzustellen. Der Eingriff erfolgt schonend über Gefäßzugänge, meist in der Leiste.
Wann wird die Therapie angewendet?
Die Katheterablation wird häufig bei Vorhofflimmern, Vorhofflattern, AV-Knoten-Reentry-Tachykardie oder anderen supraventrikulären Tachykardien durchgeführt. Sie kommt insbesondere dann infrage, wenn Medikamente nicht ausreichend wirken oder Nebenwirkungen verursachen.
Ablauf und Dauer der Therapie
Der Eingriff dauert je nach Befund zwischen ein und drei Stunden. Über feine Katheter wird die elektrische Aktivität im Herzen gemessen und kartiert. Anschließend werden die krankhaften Leitungsbahnen gezielt verödet. In der Regel erfolgt der Eingriff unter Sedierung oder Vollnarkose.
Vorbereitung und Nachsorge
Nach der Katheterablation werden Sie zunächst überwacht. Die Punktionsstelle in der Leiste muss für einige Stunden ruhiggestellt werden. In den ersten Tagen sollten körperliche Belastungen vermieden werden. Regelmäßige kardiologische Kontrollen sichern den langfristigen Erfolg.
