PEG-Anlage (perkutane endoskopische Gastrostomie)

Dr. Rabah Aiatt

Dr. Christina Seidel
Sichere Ernährung bei Schluckstörungen und chronischen Erkrankungen
Manche Erkrankungen führen dazu, dass Betroffene nicht mehr ausreichend essen oder trinken können. Eine PEG-Sonde stellt die Ernährung direkt über den Magen sicher und entlastet gleichzeitig die Schluckfunktion. Die Anlage erfolgt endoskopisch und in der Regel unter Sedierung. Der Eingriff ist standardisiert und dauert nur kurze Zeit. Ziel ist eine zuverlässige Nährstoffversorgung und Verbesserung der Lebensqualität.
Bei welchen Indikationen findet der Eingriff statt?
Wie läuft die Vorbereitung auf den Eingriff ab?
Vor dem Eingriff müssen Sie in der Regel mindestens 6 Stunden nüchtern bleiben. Blutgerinnung und relevante Laborwerte werden kontrolliert. Blutverdünnende Medikamente werden ärztlich abgestimmt. In einem Aufklärungsgespräch werden Ablauf, Nutzen und mögliche Risiken besprochen. Eine Einwilligung ist erforderlich.
Wie ist der Ablauf des Eingriffs?
Zunächst erfolgt eine Magenspiegelung, um eine geeignete Stelle für die Sonde festzulegen. Unter endoskopischer Sicht wird die Bauchdecke von außen punktiert. Über einen Führungsdraht wird die Ernährungssonde in den Magen eingebracht und sicher fixiert. Die Sonde wird äußerlich mit einer Halteplatte stabilisiert. Abschließend erfolgt eine Funktionskontrolle.
Dauer
Narkose
Drainagen
Hautfäden
Stationärer Aufenthalt
Postoperativ
Verträglichkeit
Wie läuft die Nachsorge ab?
Die Einstichstelle wird täglich gereinigt und auf Rötung oder Sekret kontrolliert. In den ersten Tagen erfolgt ein langsamer Kostaufbau über die Sonde. Angehörige oder Pflegepersonen werden in der Handhabung und Pflege geschult. Regelmäßige Kontrollen sichern die Funktion der Sonde. Bei Schmerzen, Rötung, Fieber oder Austritt von Mageninhalt sollte umgehend ärztlicher Kontakt aufgenommen werden.
Was sind die Risiken des Eingriffs?
Es kann zu lokalen Infektionen an der Einstichstelle kommen. Selten treten Blutungen oder Verletzungen benachbarter Organe auf. In Einzelfällen kann sich die Sonde lockern oder verstopfen. Sedierungsmedikamente können Kreislauf- oder Atemreaktionen verursachen. Insgesamt ist das Risiko bei sorgfältiger Durchführung gering.