Leberbiopsie (Leberprobe)

Dr. Sara Chiraibi
Sichere Diagnostik bei unklaren Leberbefunden
Nicht alle Veränderungen der Leber lassen sich allein durch Blutwerte oder Bildgebung eindeutig beurteilen. Die Leberbiopsie ermöglicht eine genaue feingewebliche Analyse des Lebergewebes. Dabei wird unter Ultraschallkontrolle eine dünne Nadel durch die Bauchdecke eingeführt. Der Eingriff ist kurz und in der Regel gut verträglich. Ziel ist es, eine verlässliche Grundlage für eine individuell abgestimmte Therapie zu schaffen.
Bei welchen Indikationen findet der Eingriff statt?
Wie läuft die Vorbereitung auf den Eingriff ab?
Vor der Biopsie werden Blutwerte, insbesondere die Gerinnung, kontrolliert. Blutverdünnende Medikamente müssen gegebenenfalls vorübergehend pausiert werden. In der Regel erfolgt der Eingriff nüchtern. Ein ausführliches Aufklärungsgespräch informiert über Ablauf, Nutzen und mögliche Risiken. Bitte teilen Sie uns bekannte Blutungsneigungen oder relevante Vorerkrankungen mit.
Wie ist der Ablauf des Eingriffs?
Die Untersuchung erfolgt in Rückenlage unter kontinuierlicher Ultraschallkontrolle. Nach örtlicher Betäubung wird eine feine Hohlnadel gezielt in das Lebergewebe eingeführt. Die eigentliche Probenentnahme dauert nur wenige Sekunden. Anschließend wird die Punktionsstelle verbunden und Sie bleiben zur Überwachung in unserer Einrichtung. Regelmäßige Kontrollen stellen sicher, dass keine Komplikationen auftreten.
Dauer
Narkose
Drainagen
Hautfäden
Stationärer Aufenthalt
Postoperativ
Verträglichkeit
Wie läuft die Nachsorge ab?
Am Untersuchungstag sollten Sie sich körperlich schonen und auf anstrengende Tätigkeiten verzichten. Leichte Schmerzen im rechten Oberbauch oder in der Schulter können vorübergehend auftreten. Am Folgetag sind alltägliche Aktivitäten meist wieder möglich. Das Ergebnis der feingeweblichen Untersuchung liegt in der Regel nach wenigen Tagen vor und wird ausführlich mit Ihnen besprochen. Bei stärkeren Schmerzen, Schwindel oder Kreislaufbeschwerden sollten Sie umgehend ärztlichen Kontakt aufnehmen.
Was sind die Risiken des Eingriffs?
Selten kann es zu Nachblutungen oder Blutergüssen im Bereich der Leber kommen. Sehr selten treten stärkere innere Blutungen oder Verletzungen benachbarter Organe auf. Infektionen sind äußerst selten. Durch sorgfältige Vorbereitung und Überwachung ist das Risiko insgesamt gering.