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Angiographie (Gefäßdarstellung mit Kontrastmittel)

Wellenbruch Prof Dr Johannes
Chefarzt Radiologie

Prof. Dr. Johannes Wellenbruch

Gefäße präzise sichtbar machen

Die Angiographie ist ein spezialisiertes Verfahren zur Darstellung von Arterien und Venen. Dabei wird über einen dünnen Katheter Kontrastmittel in die Blutgefäße eingebracht, sodass diese auf Röntgenbildern sichtbar werden. So können Engstellen, Verschlüsse oder Gefäßveränderungen genau erkannt werden. Die Untersuchung wird häufig bei Durchblutungsstörungen oder Gefäßerkrankungen eingesetzt. In vielen Fällen können während derselben Untersuchung bereits therapeutische Maßnahmen durchgeführt werden.

In welchen Fällen wird die Untersuchung vorgenommen?

Die Angiographie wird zur Diagnose von Gefäßerkrankungen eingesetzt. Typische Gründe sind Verdacht auf Gefäßverengungen, Durchblutungsstörungen der Beine oder Veränderungen der hirnversorgenden Gefäße. Auch bei Verdacht auf Gefäßverschlüsse, Aneurysmen oder Gefäßmissbildungen kann die Untersuchung notwendig sein. Darüber hinaus dient sie der Planung oder Kontrolle von Gefäßeingriffen. Häufig erfolgt sie im Rahmen der kardiologischen, angiologischen oder radiologischen Diagnostik.

Wie ist der Ablauf der Untersuchung?

Die Angiographie erfolgt in einem spezialisierten Untersuchungsraum unter sterilen Bedingungen. Über eine Arterie, meist in der Leiste oder am Handgelenk, wird ein dünner Katheter in das Gefäßsystem eingeführt. Über diesen Katheter wird Kontrastmittel eingespritzt, während gleichzeitig Röntgenaufnahmen erstellt werden. Dadurch werden die Blutgefäße und mögliche Engstellen sichtbar. Die Untersuchung erfolgt in örtlicher Betäubung und wird in der Regel gut vertragen.

Dauer der Untersuchung

Die Angiographie dauert meist etwa 30 bis 60 Minuten, erste Ergebnisse stehen häufig unmittelbar nach der Untersuchung zur Verfügung.

Kontrastmittel

Ja

Strahlungsbelastung

mittel

Positionierung

Kopfwärts

Lage

Rückenlage

Was ist zu beachten?

Vor der Angiographie müssen Patientinnen und Patienten meist einige Stunden nüchtern bleiben. Medikamente, insbesondere blutverdünnende Präparate oder Diabetesmedikamente, sollten vor der Untersuchung mit der behandelnden Ärztin oder dem Arzt abgestimmt werden. Nach der Untersuchung wird die Einstichstelle verbunden und für einige Zeit kontrolliert, um Nachblutungen zu vermeiden. Je nach Zugangsstelle kann eine kurze Bettruhe erforderlich sein. Körperliche Belastung sollte in den ersten Stunden nach der Untersuchung vermieden werden.