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Parenterale Ernährung (TPN)

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Leitende Oberärztin Gastroenterologie, Leiterin der Endoskopie (Funktionsdiagnostik)

Dr. Christina Seidel

Leitender Chefarzt Gastroenterologie, Leiter der Endoskopie

Dr. Rabah Aiatt

Fax: +49 30 223 4211

Nährstoffversorgung über die Vene

Die parenterale Ernährung ist eine medizinische Therapie zur Versorgung des Körpers mit wichtigen Nährstoffen über eine Vene. Sie wird eingesetzt, wenn der Magen-Darm-Trakt vorübergehend oder dauerhaft nicht ausreichend genutzt werden kann. Die Nährstofflösung enthält unter anderem Eiweiße, Fette, Zucker, Vitamine und Mineralstoffe. Die Zusammensetzung der parenteralen Ernährung wird individuell an die Bedürfnisse der Patientin oder des Patienten angepasst. Ziel der parenteralen Ernährung ist es, den Ernährungszustand zu stabilisieren und Mangelerscheinungen zu vermeiden.

Wann wird die Therapie angewendet?

Die parenterale Ernährung wird eingesetzt, wenn eine normale Ernährung über den Magen-Darm-Trakt nicht möglich oder nicht ausreichend ist. Dies kann beispielsweise nach schweren Operationen, bei bestimmten Tumorerkrankungen oder bei schweren Erkrankungen des Verdauungssystems der Fall sein. Die Nährstofflösung wird über einen venösen Zugang direkt in den Blutkreislauf gegeben. Dadurch können alle wichtigen Nährstoffe vom Körper aufgenommen werden. Die Therapie erfolgt unter regelmäßiger medizinischer Kontrolle.

Ablauf und Dauer der Therapie

Die parenterale Ernährung beginnt mit einer ärztlichen Beurteilung des Ernährungszustandes. Anschließend wird eine individuell angepasste Nährstofflösung zusammengestellt. Die Verabreichung erfolgt über einen venösen Zugang, häufig über einen zentralvenösen Katheter oder einen Port. Die Infusion kann über mehrere Stunden oder kontinuierlich über den Tag erfolgen. Die Dauer der parenteralen Ernährung hängt von der zugrunde liegenden Erkrankung ab.

Vorbereitung und Nachsorge

Vor Beginn der parenteralen Ernährung werden Blutwerte kontrolliert und der Ernährungsbedarf berechnet. Während der Therapie erfolgen regelmäßige Kontrollen von Laborwerten und Körpergewicht. Dadurch kann die Zusammensetzung der parenteralen Ernährung bei Bedarf angepasst werden. Nach Beendigung der Therapie wird überprüft, ob eine normale Ernährung wieder möglich ist.