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TUR-B (Transurethrale Resektion eines Blasentumors)

Urologie & Uroonkologie

ChatGPT Image 11 März 2026 13 15 18
Oberärztin Endourologie

Dr. Natalia Kowalska

Schonende Entfernung von Blasentumoren über die Harnröhre

Die transurethrale Resektion der Blase (TUR-B) ist ein endoskopischer Eingriff zur Entfernung von Tumorgewebe aus der Harnblase. Über ein spezielles Instrument, das durch die Harnröhre eingeführt wird, wird der Blasentumor unter Sicht abgetragen. Das entfernte Gewebe wird anschließend feingeweblich untersucht, um Art und Ausdehnung des Tumors zu bestimmen. Die TUR-B ermöglicht sowohl die Behandlung als auch die genaue Diagnostik eines Harnblasenkarzinoms. Da kein äußerer Hautschnitt notwendig ist, gilt der Eingriff als besonders schonend.

Bei welchen Indikationen findet der Eingriff statt?

Wie läuft die Vorbereitung auf den Eingriff ab?

Vor der TUR-B erfolgt eine urologische Untersuchung mit Blut- und Urintests sowie meist eine Blasenspiegelung oder bildgebende Diagnostik. In einem Gespräch wird der Ablauf des Eingriffs erläutert und eine Aufklärung über mögliche Risiken durchgeführt. Zudem erfolgt die Narkoseaufklärung durch die Anästhesie. Blutverdünnende Medikamente müssen gegebenenfalls vorübergehend pausiert werden. Am Operationstag erfolgt die stationäre Aufnahme.

Wie ist der Ablauf des Eingriffs?

Der Eingriff erfolgt über die Harnröhre mit einem sogenannten Resektoskop. Unter Sicht wird der Blasentumor schrittweise mit einer elektrischen Schlinge abgetragen. Dabei wird auch das darunterliegende Gewebe entnommen, um die Eindringtiefe des Tumors beurteilen zu können. Das entfernte Gewebe wird anschließend im Labor feingeweblich untersucht. Am Ende des Eingriffs wird meist ein Blasenkatheter eingelegt.

Dauer

Die TUR-B dauert in der Regel etwa 30 bis 60 Minuten, abhängig von Größe, Anzahl und Lage der Tumorherde.

Narkose

Der Eingriff erfolgt meist in Teilnarkose (Spinalanästhesie) oder in Vollnarkose.

Drainagen

In der Regel wird keine Drainage eingelegt, jedoch bleibt vorübergehend ein Blasenkatheter zur Ableitung des Urins.

Hautfäden

Es entstehen keine äußeren Wunden, daher müssen keine Hautfäden entfernt werden.

Stationärer Aufenthalt

Der stationäre Aufenthalt beträgt meist ein bis drei Tage.

Postoperativ

Nach der Operation wird die Blase über den Katheter überwacht und gegebenenfalls gespült, um Blutreste zu entfernen.

Verträglichkeit

Die TUR-B gilt als gut verträglicher Routineeingriff zur Behandlung und Diagnostik von Blasentumoren.

Wie läuft die Nachsorge ab?

Nach der Entfernung des Katheters wird überprüft, ob das Wasserlassen problemlos funktioniert. Die Ergebnisse der feingeweblichen Untersuchung werden anschließend im Gespräch mit dem behandelnden Urologen erläutert. Abhängig vom Tumortyp können weitere Behandlungen oder regelmäßige Kontrolluntersuchungen notwendig sein. Kontroll-Blasenspiegelungen spielen dabei eine wichtige Rolle, um mögliche erneute Tumorbildungen frühzeitig zu erkennen.

Was sind die Risiken des Eingriffs?

Wie bei jeder Operation können auch bei der TUR-B Komplikationen auftreten. Möglich sind Nachblutungen, vorübergehende Reizungen der Blase oder Harnwegsinfektionen. In seltenen Fällen kann es zu einer Verletzung der Blasenwand kommen. Schwerwiegende Komplikationen sind insgesamt selten.