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Bronchoskopie (Lungenspiegelung)

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Oberarzt Bronchoskopie & interventionelle Pneumologie

Dr. Zhang Wei

Die Atemwege direkt sichtbar machen

Bei der Bronchoskopie wird ein dünnes, flexibles Untersuchungsgerät über Mund oder Nase in die Atemwege eingeführt. Damit können die Bronchien und Teile der Lunge direkt betrachtet werden. Die Untersuchung hilft, Erkrankungen der Atemwege sicher zu erkennen und gezielt abzuklären. Bei Bedarf können während der Bronchoskopie auch Gewebeproben entnommen oder Sekrete abgesaugt werden. Die Untersuchung erfolgt unter örtlicher Betäubung und häufig mit einem beruhigenden Medikament.

In welchen Fällen wird die Untersuchung vorgenommen?

Eine Bronchoskopie wird durchgeführt bei anhaltendem Husten, unklarer Atemnot oder auffälligen Befunden in der Bildgebung der Lunge. Auch bei Verdacht auf Infektionen, Tumorerkrankungen oder Fremdkörper in den Atemwegen kann die Untersuchung erforderlich sein. Darüber hinaus wird sie zur Abklärung von Blutungen der Atemwege oder zur Entnahme von Gewebeproben eingesetzt. Die Bronchoskopie ist eng mit der Diagnostik von Lungenerkrankungen verbunden.

Wie ist der Ablauf der Untersuchung?

Vor der Untersuchung wird der Rachenbereich örtlich betäubt, damit der Würgereflex reduziert wird. Anschließend wird das flexible Bronchoskop vorsichtig über Mund oder Nase in die Atemwege eingeführt. Über eine Kamera werden die Bronchien auf einem Monitor dargestellt und beurteilt. Während der Untersuchung können Spülungen, Sekretentnahmen oder Gewebeproben durchgeführt werden. Die Untersuchung kann ein Druck- oder Fremdkörpergefühl im Hals verursachen, ist jedoch in der Regel gut tolerierbar.

Dauer der Untersuchung

Die Untersuchung dauert meist etwa 15 bis 30 Minuten, erste Ergebnisse liegen unmittelbar vor und werden anschließend ärztlich besprochen.

Was ist zu beachten?

Vor der Bronchoskopie müssen Sie in der Regel mehrere Stunden nüchtern bleiben. Bestimmte Medikamente, insbesondere blutverdünnende Mittel, müssen gegebenenfalls vorübergehend angepasst werden. Nach der Untersuchung sollten Sie zunächst nichts essen oder trinken, bis die Betäubung im Rachen vollständig abgeklungen ist. Am Untersuchungstag sollten Sie außerdem kein Fahrzeug selbst führen, wenn ein Beruhigungsmittel gegeben wurde.