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Rektumkarzinom (Mastdarmkrebs)

Tumorerkrankungen des Mastdarms frühzeitig erkennen und behandeln

Das Rektumkarzinom ist eine Krebserkrankung des Mastdarms, dem letzten Abschnitt des Dickdarms vor dem After. Der Tumor entsteht meist aus gutartigen Schleimhautveränderungen, die sich im Laufe der Zeit bösartig entwickeln können. Die Erkrankung entwickelt sich häufig über mehrere Jahre. Früh erkannt bestehen gute Behandlungsmöglichkeiten. Eine sorgfältige Diagnostik ermöglicht eine individuell abgestimmte Therapieplanung.

Ursachen & Symptome

Die genaue Ursache eines Rektumkarzinoms ist meist nicht eindeutig festzustellen. Ein erhöhtes Risiko besteht jedoch bei bestimmten Faktoren wie höherem Lebensalter, familiärer Vorbelastung oder chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen. Auch eine ballaststoffarme Ernährung, Bewegungsmangel oder Übergewicht können das Risiko beeinflussen. Gutartige Darmpolypen können sich im Laufe der Zeit zu bösartigen Tumoren entwickeln.

Typische Symptome können Veränderungen des Stuhlgangs sein. Dazu gehören beispielsweise Durchfall, Verstopfung oder ein Wechsel zwischen beiden. Auch Blut im Stuhl oder ein Gefühl unvollständiger Darmentleerung können auftreten. Manche Betroffene bemerken Bauchschmerzen oder einen ungewollten Gewichtsverlust. Diese Beschwerden sollten medizinisch abgeklärt werden.

Blut im Stuhl, anhaltende Veränderungen des Stuhlgangs oder ungeklärte Bauchbeschwerden sollten ärztlich abgeklärt werden. Diese Symptome können auf Erkrankungen des Darms hinweisen. Besonders bei länger bestehenden Beschwerden ist eine Untersuchung wichtig. Eine frühzeitige Diagnose verbessert häufig die Behandlungsmöglichkeiten.

Vorsorge

Die Darmkrebsvorsorge spielt eine wichtige Rolle bei der frühzeitigen Erkennung von Rektumkarzinomen. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen können helfen, Vorstufen von Krebs frühzeitig zu entdecken. Besonders die Darmspiegelung ermöglicht es, Veränderungen der Darmschleimhaut direkt zu erkennen und gegebenenfalls zu entfernen. Eine gesunde Lebensweise mit ausgewogener Ernährung und regelmäßiger Bewegung kann zusätzlich zur Darmgesundheit beitragen. Ärztliche Vorsorgeuntersuchungen sind daher ein wichtiger Bestandteil der Prävention.

Abklärung

Die Diagnostik eines Rektumkarzinoms umfasst verschiedene Untersuchungen des Darms und der umliegenden Strukturen. Eine Darmspiegelung ermöglicht die direkte Betrachtung der Darmschleimhaut sowie die Entnahme von Gewebeproben. Bildgebende Verfahren helfen, die Ausdehnung des Tumors und mögliche Absiedlungen im Körper zu beurteilen. Auch Blutuntersuchungen können Teil der Diagnostik sein. Diese Untersuchungen sind wichtig für die Planung der weiteren Behandlung.

Behandlung

Die Behandlung eines Rektumkarzinoms richtet sich nach Lage, Größe und Ausbreitung des Tumors. Häufig steht eine operative Entfernung des Tumors im Mittelpunkt der Therapie. Je nach Tumorstadium kann zusätzlich eine Strahlen- oder Chemotherapie notwendig sein. Ziel der Behandlung ist es, den Tumor möglichst vollständig zu entfernen und das Risiko eines Wiederauftretens zu reduzieren. Die Therapieplanung erfolgt individuell und meist interdisziplinär.

Nachsorge

Nach der Behandlung eines Rektumkarzinoms sind regelmäßige Kontrolluntersuchungen wichtig. Dabei werden der Darm und mögliche Risikofaktoren weiter überwacht. Bildgebende Verfahren und Darmuntersuchungen helfen, Veränderungen frühzeitig zu erkennen. Auch die allgemeine gesundheitliche Entwicklung wird im Rahmen der Nachsorge beobachtet. Ziel ist es, Rückfälle möglichst früh zu entdecken und zu behandeln.

ICD-10-Codes

C20 – Bösartige Neubildung des Rektums