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Sick-Sinus-Syndrom (Sinusknotenschwäche)

Störungen des natürlichen Herzrhythmus erkennen und behandeln

Das Sick-Sinus-Syndrom beschreibt eine Funktionsstörung des Sinusknotens, der normalerweise den Herzrhythmus steuert. Wenn dieser natürliche Taktgeber des Herzens geschwächt ist, kann der Herzschlag zu langsam, unregelmäßig oder zeitweise aussetzend sein. Dadurch kann die Blutversorgung des Körpers vorübergehend beeinträchtigt werden. Die Beschwerden treten häufig schubweise auf und können unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Eine kardiologische Abklärung hilft, die Rhythmusstörung sicher zu diagnostizieren und eine geeignete Behandlung zu planen.

Ursachen & Symptome

Das Sick-Sinus-Syndrom entsteht meist durch Veränderungen im Reizleitungssystem des Herzens. Häufig spielen altersbedingte Veränderungen des Herzgewebes eine Rolle. Auch Herzerkrankungen, Durchblutungsstörungen oder Narben im Herzmuskel können die Funktion des Sinusknotens beeinträchtigen. In manchen Fällen können auch bestimmte Medikamente den Herzrhythmus verlangsamen.

Typische Beschwerden sind Schwindel, Müdigkeit oder eine verminderte Belastbarkeit. Manche Betroffene bemerken Herzstolpern oder unregelmäßigen Herzschlag. Auch kurze Bewusstseinsverluste können auftreten, wenn der Herzschlag vorübergehend stark verlangsamt ist. Die Beschwerden können zeitweise auftreten und anschließend wieder verschwinden.

Wiederkehrender Schwindel, ungewöhnliche Müdigkeit oder kurze Bewusstseinsverluste sollten medizinisch abgeklärt werden. Diese Symptome können auf eine Herzrhythmusstörung hinweisen. Besonders bei unregelmäßigem oder sehr langsamem Herzschlag ist eine kardiologische Untersuchung sinnvoll. Eine frühzeitige Diagnose kann helfen, Beschwerden zu behandeln und mögliche Risiken zu reduzieren.

Vorsorge

Eine gezielte Vorbeugung gegen das Sick-Sinus-Syndrom ist nur begrenzt möglich. Dennoch kann eine gute Herzgesundheit das Risiko für Herzrhythmusstörungen beeinflussen. Dazu gehören regelmäßige Bewegung, eine ausgewogene Ernährung und der Verzicht auf Rauchen. Auch die Behandlung bestehender Herz-Kreislauf-Erkrankungen spielt eine wichtige Rolle. Bei wiederkehrenden Beschwerden sollte eine kardiologische Untersuchung erfolgen.

Abklärung

Die Diagnose eines Sick-Sinus-Syndroms erfolgt durch Untersuchungen des Herzrhythmus. Ein Elektrokardiogramm kann Veränderungen im Herzrhythmus sichtbar machen. Häufig wird zusätzlich ein Langzeit-EKG durchgeführt, um Rhythmusstörungen über einen längeren Zeitraum zu erfassen. Auch Belastungsuntersuchungen können Hinweise auf eine eingeschränkte Funktion des Sinusknotens geben. Diese Untersuchungen helfen, die Art und Häufigkeit der Rhythmusstörung zu beurteilen.

Behandlung

Die Behandlung des Sick-Sinus-Syndroms richtet sich nach der Ausprägung der Beschwerden und der Art der Rhythmusstörung. Wenn der Herzschlag dauerhaft zu langsam ist, kann ein Herzschrittmacher eingesetzt werden. Dieses kleine Gerät unterstützt den Herzrhythmus und sorgt für eine ausreichende Herzfrequenz. In manchen Fällen können zusätzlich Medikamente notwendig sein, um den Herzrhythmus zu stabilisieren. Die Therapie wird individuell an die jeweilige Situation angepasst.

Nachsorge

Nach der Behandlung eines Sick-Sinus-Syndroms sind regelmäßige kardiologische Kontrollen wichtig. Dabei wird der Herzrhythmus überprüft und bei Bedarf die Therapie angepasst. Bei Patientinnen und Patienten mit Herzschrittmacher erfolgen regelmäßige Geräte- und Funktionskontrollen. Diese Untersuchungen helfen sicherzustellen, dass der Herzrhythmus stabil bleibt. Eine kontinuierliche Betreuung unterstützt die langfristige Herzgesundheit.

ICD-10-Codes

I49.5 – Sick-Sinus-Syndrom