116 117
112
+49 30 223 1128
+49 30 223 3753
+49 180 5868 222 111
+49 800 228 228 0

Nierenzellkarzinom (Nierenkrebs)

Erkrankungen der Niere verstehen – individuelle Therapie beim Nierenzellkarzinom

Das Nierenzellkarzinom ist ein bösartiger Tumor, der aus den Zellen des Nierengewebes entsteht. In vielen Fällen entwickelt sich die Erkrankung über längere Zeit ohne auffällige Beschwerden. Häufig wird sie deshalb zufällig im Rahmen bildgebender Untersuchungen entdeckt. Je nach Größe und Ausbreitung des Tumors stehen unterschiedliche Behandlungsoptionen zur Verfügung. Eine frühzeitige Diagnose kann entscheidend für den Behandlungserfolg sein.

Ursachen & Symptome

Zu den bekannten Risikofaktoren für ein Nierenzellkarzinom zählen insbesondere Rauchen, Übergewicht und Bluthochdruck. Auch bestimmte genetische Veränderungen oder erbliche Erkrankungen können das Risiko erhöhen. Darüber hinaus kann eine langfristige Belastung mit bestimmten Schadstoffen eine Rolle spielen. In vielen Fällen lässt sich jedoch keine eindeutige Ursache feststellen.

Ein Nierenzellkarzinom verursacht im frühen Stadium häufig keine Beschwerden. Mögliche Symptome können Blut im Urin, Schmerzen in der Flankenregion oder eine tastbare Schwellung im Bauchbereich sein. Manche Betroffene berichten auch über allgemeine Beschwerden wie Müdigkeit, Gewichtsverlust oder Fieber. Diese Symptome können auch bei anderen Erkrankungen auftreten und sollten deshalb medizinisch abgeklärt werden.

Blut im Urin oder anhaltende Schmerzen in der Flankenregion sollten immer ärztlich abgeklärt werden. Auch allgemeine Beschwerden wie unerklärlicher Gewichtsverlust oder anhaltende Müdigkeit können Anlass für eine medizinische Untersuchung sein. Eine frühzeitige Abklärung ermöglicht eine genauere Diagnose und gegebenenfalls eine frühzeitige Behandlung. Bei bestehenden Risikofaktoren kann eine ärztliche Beratung sinnvoll sein.

Vorsorge

Eine gezielte Früherkennungsuntersuchung für das Nierenzellkarzinom ist derzeit nicht allgemein etabliert. Dennoch können bestimmte Lebensstilfaktoren das Risiko beeinflussen. Dazu gehören ein gesunder Lebensstil, die Vermeidung von Rauchen sowie eine ausgewogene Ernährung. Auch die Behandlung von Bluthochdruck und Übergewicht kann zur allgemeinen Nierengesundheit beitragen. Bei unklaren Beschwerden im Bereich der Nieren sollte eine ärztliche Abklärung erfolgen.

Abklärung

Die Abklärung eines möglichen Nierenzellkarzinoms beginnt meist mit einer körperlichen Untersuchung und einem ärztlichen Gespräch. Häufig wird zunächst eine Ultraschalluntersuchung des Bauchraums durchgeführt. Bei auffälligen Befunden folgen meist weiterführende bildgebende Verfahren wie Computertomographie oder Magnetresonanztomographie. Diese Untersuchungen helfen, Größe und Lage des Tumors sowie mögliche Ausbreitung zu beurteilen. In bestimmten Fällen können zusätzliche Untersuchungen notwendig sein.

Behandlung

Die Behandlung des Nierenzellkarzinoms richtet sich nach Größe, Lage und Ausbreitung des Tumors. In vielen Fällen steht eine operative Entfernung des Tumors im Mittelpunkt der Therapie. Dabei kann je nach Situation nur der betroffene Teil der Niere oder die gesamte Niere entfernt werden. Wenn eine Operation nicht möglich oder nicht ausreichend ist, können medikamentöse Therapien eingesetzt werden. Dazu gehören beispielsweise zielgerichtete Therapien oder immunonkologische Behandlungen.

Nachsorge

Nach der Behandlung eines Nierenzellkarzinoms sind regelmäßige Nachsorgeuntersuchungen wichtig. Dabei wird überprüft, ob sich neue Tumorveränderungen entwickelt haben oder ob sich die Erkrankung erneut zeigt. Die Nachsorge umfasst meist bildgebende Untersuchungen und ärztliche Kontrollen. Die Häufigkeit der Untersuchungen richtet sich nach dem individuellen Risiko und dem Krankheitsstadium. Eine strukturierte Nachsorge unterstützt eine langfristige Überwachung der Gesundheit.

ICD-10-Codes

C64 – Bösartige Neubildung der Niere, ausgenommen Nierenbecken