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Ovarialzyste (Eierstockzyste)

Wenn sich eine Zyste am Eierstock bildet

Ovarialzysten sind mit Flüssigkeit gefüllte Hohlräume, die sich am oder im Eierstock bilden können. Sie entstehen häufig im Rahmen des natürlichen Menstruationszyklus und bilden sich oft von selbst wieder zurück. In manchen Fällen können Zysten jedoch größer werden oder Beschwerden verursachen. Dann kann eine weiterführende Abklärung sinnvoll sein. Die Behandlung richtet sich nach Größe, Beschwerden und Art der Zyste.

Ursachen & Symptome

Viele Ovarialzysten entstehen im Zusammenhang mit dem normalen Hormonzyklus, wenn sich ein Eibläschen im Eierstock nicht wie üblich zurückbildet. Auch hormonelle Veränderungen, bestimmte Medikamente oder Erkrankungen wie Endometriose können zur Bildung von Zysten beitragen.

Kleine Eierstockzysten verursachen häufig keine Beschwerden. Größere Zysten können jedoch Druck- oder Schmerzen im Unterbauch auslösen. Manche Betroffene bemerken auch ein Spannungsgefühl im Bauch oder Veränderungen im Menstruationszyklus.

Plötzlich auftretende starke Unterbauchschmerzen sollten immer ärztlich abgeklärt werden. In seltenen Fällen kann sich eine Zyste drehen oder platzen und akute Beschwerden verursachen. Dann ist eine schnelle medizinische Behandlung erforderlich. Bei unklaren oder anhaltenden Beschwerden sollte eine gynäkologische Untersuchung erfolgen.

Vorsorge

Eine gezielte Vorsorge zur Vermeidung von Eierstockzysten ist nicht möglich, da viele Zysten im Rahmen des natürlichen Zyklus entstehen. Regelmäßige gynäkologische Vorsorgeuntersuchungen helfen jedoch dabei, Veränderungen an den Eierstöcken frühzeitig zu erkennen. So können Zysten beobachtet und bei Bedarf rechtzeitig behandelt werden.

Abklärung

Die Diagnose einer Ovarialzyste erfolgt meist im Rahmen einer gynäkologischen Untersuchung. Eine Ultraschalluntersuchung des Unterbauchs oder der Scheide ermöglicht es, Größe und Beschaffenheit der Zyste zu beurteilen. In manchen Fällen können ergänzende Blutuntersuchungen oder weitere bildgebende Verfahren notwendig sein. Ziel ist es, die Art der Zyste möglichst genau einzuordnen.

Behandlung

Viele Ovarialzysten müssen zunächst nicht behandelt werden, da sie sich häufig von selbst zurückbilden. In solchen Fällen erfolgt eine regelmäßige Kontrolle mittels Ultraschall. Wenn eine Zyste Beschwerden verursacht, sehr groß ist oder sich nicht zurückbildet, kann eine operative Entfernung notwendig werden. Diese erfolgt häufig minimalinvasiv im Rahmen einer Bauchspiegelung.

Nachsorge

Nach der Behandlung einer Ovarialzyste erfolgen meist gynäkologische Kontrolluntersuchungen, um den Heilungsverlauf zu überprüfen. Nach einer minimalinvasiven Operation können viele Patientinnen bereits nach kurzer Zeit wieder ihren normalen Alltag aufnehmen. Regelmäßige Nachuntersuchungen helfen, mögliche Veränderungen frühzeitig zu erkennen.

ICD-10-Codes

N83.2 – Sonstige und nicht näher bezeichnete Ovarialzysten

Wissenswertes

Operationen & Eingriffe
Wann sollte eine Ovarialzyste (Eierstockzyste) operiert werden?

Eine Operation einer Ovarialzyste wird meist empfohlen, wenn die Zyste sehr groß ist, Beschwerden verursacht oder sich bei Kontrolluntersuchungen nicht zurückbildet. Auch wenn der Verdacht besteht, dass es sich nicht um eine funktionelle Zyste handelt, kann eine operative Entfernung sinnvoll sein. Ziel des Eingriffs ist es, die Zyste sicher zu entfernen und gleichzeitig den Eierstock möglichst zu erhalten.

Diagnostik & Untersuchungen
Kann eine Ovarialzyste (Eierstockzyste) während einer Schwangerschaft auftreten?

Auch während einer Schwangerschaft können Ovarialzysten auftreten. Häufig werden sie zufällig bei einer Ultraschalluntersuchung entdeckt und verursachen keine Beschwerden. In den meisten Fällen können sie während der Schwangerschaft beobachtet werden, solange keine Komplikationen auftreten.

Indikation & Symptome
Können Ovarialzysten (Eierstockzysten) die Fruchtbarkeit beeinflussen?
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Die meisten Ovarialzysten haben keinen Einfluss auf die Fruchtbarkeit. Viele funktionelle Eierstockzysten entstehen im Rahmen des normalen Zyklus und verschwinden wieder von selbst. In bestimmten Fällen, etwa bei hormonellen Erkrankungen oder Endometriose, können Zysten jedoch mit Fruchtbarkeitsproblemen verbunden sein, weshalb eine ärztliche Abklärung sinnvoll ist.