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Mammakarzinom (Brustkrebs)

Brustkrebs früh erkennen und individuell behandeln

Das Mammakarzinom entsteht durch eine unkontrollierte Vermehrung von Zellen im Brustgewebe. Die Erkrankung kann unterschiedliche Verlaufsformen haben und sich in verschiedenen Bereichen der Brust entwickeln. Viele Tumoren werden heute bereits in frühen Stadien erkannt, häufig im Rahmen von Vorsorgeuntersuchungen. Moderne diagnostische Verfahren ermöglichen eine genaue Beurteilung der Erkrankung. Die Behandlung erfolgt individuell und orientiert sich an Tumorart, Ausbreitung und persönlichen Faktoren der Patientinnen.

Ursachen & Symptome

Die genauen Ursachen für die Entstehung eines Mammakarzinoms sind nicht vollständig geklärt. Verschiedene Faktoren können jedoch das Risiko erhöhen, darunter genetische Veranlagung, hormonelle Einflüsse oder höheres Lebensalter. Auch bestimmte Lebensstilfaktoren können eine Rolle spielen. In einigen Fällen sind genetische Veränderungen, beispielsweise in den BRCA-Genen, nachweisbar.

Ein Mammakarzinom kann sich durch unterschiedliche Veränderungen der Brust bemerkbar machen. Häufig wird ein tastbarer Knoten in der Brust oder in der Achselhöhle bemerkt. Auch Veränderungen der Haut, Einziehungen der Brustwarze oder ungewöhnlicher Ausfluss aus der Brustwarze können Hinweise sein. Manche Tumoren verursachen zunächst keine Beschwerden und werden erst durch bildgebende Untersuchungen entdeckt.

Veränderungen der Brust, neu auftretende Knoten oder Hautveränderungen sollten immer ärztlich abgeklärt werden. Eine frühzeitige Diagnose verbessert in vielen Fällen die Behandlungsmöglichkeiten und Prognose. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen spielen daher eine wichtige Rolle in der Früherkennung von Brustkrebs.

Vorsorge

Die Früherkennung spielt eine wichtige Rolle bei der Behandlung des Mammakarzinoms. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen können helfen, Veränderungen der Brust frühzeitig zu erkennen. Dazu gehören ärztliche Tastuntersuchungen sowie bildgebende Untersuchungen wie die Mammographie. In Deutschland können Frauen im Rahmen eines Screening-Programms regelmäßig eine Mammographie durchführen lassen. Auch das eigene Beobachten von Veränderungen der Brust kann zur frühen Erkennung beitragen.

Abklärung

Bei Verdacht auf ein Mammakarzinom erfolgt eine umfassende diagnostische Abklärung. Zunächst wird eine klinische Untersuchung der Brust durchgeführt. Bildgebende Verfahren wie Mammographie und Ultraschall können auffällige Veränderungen darstellen. In vielen Fällen wird zusätzlich eine Magnetresonanztomographie der Brust eingesetzt. Zur endgültigen Diagnosesicherung wird meist eine Gewebeprobe entnommen und histologisch untersucht.

Behandlung

Die Behandlung eines Mammakarzinoms erfolgt individuell und häufig interdisziplinär. In vielen Fällen wird der Tumor operativ entfernt. Je nach Befund können zusätzlich weitere Therapien erforderlich sein. Dazu gehören beispielsweise Strahlentherapie, Chemotherapie, antihormonelle Therapie oder zielgerichtete medikamentöse Behandlungen. Die Wahl der Therapie hängt unter anderem von der Tumorgröße, dem Tumortyp und dem allgemeinen Gesundheitszustand der Patientin ab.

Nachsorge

Nach der Behandlung eines Mammakarzinoms sind regelmäßige Nachsorgeuntersuchungen wichtig. Diese dienen dazu, mögliche Rückfälle frühzeitig zu erkennen und die körperliche Erholung zu begleiten. Dabei werden unter anderem klinische Untersuchungen und bildgebende Verfahren eingesetzt. Zusätzlich können unterstützende Maßnahmen wie Physiotherapie, psychoonkologische Betreuung oder Rehabilitationsprogramme sinnvoll sein. Ziel der Nachsorge ist es, die langfristige Gesundheit und Lebensqualität zu unterstützen.

ICD-10-Codes

C50 – Bösartige Neubildung der Brustdrüse