Frührehabilitation

Dr. Clara Lee

Isabella Romano
Früh aktiv werden – Selbstständigkeit erhalten
Nach schweren Erkrankungen oder Operationen kann es besonders bei älteren Menschen schnell zu Einschränkungen der Beweglichkeit und Selbstständigkeit kommen. Die geriatrische Frührehabilitation setzt deshalb bereits während des Krankenhausaufenthalts an. Ein interdisziplinäres Team aus Ärztinnen und Ärzten, Pflegekräften sowie Therapeutinnen und Therapeuten arbeitet gemeinsam daran, die körperlichen und geistigen Fähigkeiten zu stärken. Ziel der Frührehabilitation ist es, eine möglichst selbstständige Lebensführung zu ermöglichen. Gleichzeitig sollen Komplikationen wie Immobilität oder Pflegebedürftigkeit vermieden werden.
Wann wird die Therapie angewendet?
Die Frührehabilitation kommt insbesondere nach akuten Erkrankungen oder Operationen zum Einsatz. Häufig betrifft dies Patientinnen und Patienten nach Stürzen, Knochenbrüchen, Schlaganfällen oder schweren Infektionen. Auch nach längeren Krankenhausaufenthalten kann eine Frührehabilitation notwendig sein.
Ablauf und Dauer der Therapie
Die Frührehabilitation umfasst verschiedene therapeutische Maßnahmen. Dazu gehören Physiotherapie, Ergotherapie, aktivierende Pflege und gegebenenfalls Logopädie. Ergänzend werden medizinische und soziale Aspekte der Behandlung berücksichtigt.
Zu Beginn erfolgt eine umfassende geriatrische Untersuchung und Einschätzung der individuellen Fähigkeiten. Darauf aufbauend wird ein individueller Therapieplan erstellt. Die einzelnen Therapien finden regelmäßig während des Krankenhausaufenthalts statt.
Vorbereitung und Nachsorge
Für die Frührehabilitation sind keine besonderen Vorbereitungen erforderlich. Wichtig ist jedoch die enge Zusammenarbeit zwischen Patientinnen, Patienten und dem Behandlungsteam. Nach der Frührehabilitation kann bei Bedarf eine weiterführende Rehabilitation oder ambulante Betreuung organisiert werden.
