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Polypharmazie-Management

Chefapotheker

Dr. Alexandros Papadopolus

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Viele Medikamente – eine abgestimmte Therapie

Viele Patientinnen und Patienten nehmen gleichzeitig mehrere Medikamente ein. Diese sogenannte Polypharmazie kann notwendig sein, etwa bei chronischen Erkrankungen. Gleichzeitig steigt mit der Anzahl der Medikamente das Risiko für Wechselwirkungen, Nebenwirkungen oder unnötige Doppelverordnungen. Das Polypharmazie-Management hilft dabei, die gesamte Medikation strukturiert zu überprüfen. Ziel ist eine sichere und möglichst einfache Therapie.

Wann wird die Therapie angewendet?

Ein Polypharmazie-Management wird vor allem bei Patientinnen und Patienten mit mehreren Erkrankungen durchgeführt. Häufig betrifft dies ältere Menschen oder Personen mit chronischen Krankheiten. Auch bei häufigen Nebenwirkungen oder unklaren Beschwerden kann ein Polypharmazie-Management sinnvoll sein.

Ablauf und Dauer der Therapie

Zu Beginn des Polypharmazie-Managements wird die gesamte aktuelle Medikation erfasst. Dazu gehören verschriebene Medikamente, frei verkäufliche Arzneimittel und Nahrungsergänzungsmittel. Anschließend prüfen Ärztinnen und Ärzte mögliche Wechselwirkungen, Dosierungen und Therapienotwendigkeiten. Bei Bedarf wird die Medikation angepasst oder vereinfacht.

Vorbereitung und Nachsorge

Für ein Polypharmazie-Management sollten alle aktuellen Medikamente zum Termin mitgebracht werden. Besonders hilfreich ist ein aktueller Medikationsplan. Auch Informationen über bisherige Nebenwirkungen oder Unverträglichkeiten sind wichtig.

Nach dem Polypharmazie-Management erhalten Patientinnen und Patienten häufig einen aktualisierten Medikationsplan. Dieser kann mit Hausärztinnen, Fachärzten und Apotheken abgestimmt werden. Regelmäßige Überprüfungen helfen, die Therapie langfristig sicher zu gestalten.