Port-Implantation (Portkatheter)

Prof. Dr. Alexander Brandt
Zuverlässiger venöser Zugang für langfristige Therapien
Ein Portkatheter ist ein kleines Implantat, das unter die Haut eingesetzt wird und über einen Katheter mit einer großen Vene verbunden ist. Über diesen Zugang können Medikamente, Infusionen oder Chemotherapien verabreicht werden. Auch Blutentnahmen sind über den Port möglich. Dadurch werden wiederholte Venenpunktionen vermieden. Ziel ist eine sichere und komfortable Durchführung längerfristiger Behandlungen.
Bei welchen Indikationen findet der Eingriff statt?
Wie läuft die Vorbereitung auf den Eingriff ab?
Vor der Port-Implantation werden Blutwerte und die Blutgerinnung überprüft. Blutverdünnende Medikamente müssen gegebenenfalls angepasst werden. In einem Aufklärungsgespräch werden Ablauf, Nutzen und mögliche Risiken erläutert. Der Eingriff erfolgt meist ambulant oder kurzstationär. Sie erscheinen nüchtern zum Eingriff.
Wie ist der Ablauf des Eingriffs?
Die Port-Implantation erfolgt meist unter örtlicher Betäubung mit leichter Sedierung. Über einen kleinen Hautschnitt wird ein Katheter in eine größere Vene im Bereich des Schlüsselbeins eingeführt. Die Portkammer wird unter der Haut im Brustbereich platziert und mit dem Katheter verbunden. Anschließend wird die Funktion überprüft. Die Haut wird verschlossen und mit einem Verband versorgt.
Dauer
Narkose
Drainagen
Hautfäden
Stationärer Aufenthalt
Postoperativ
Verträglichkeit
Wie läuft die Nachsorge ab?
Die Wunde sollte in den ersten Tagen trocken gehalten werden. Der Port kann nach Abheilung der Wunde für Infusionen genutzt werden. Regelmäßige Spülungen stellen die Funktionsfähigkeit des Systems sicher. Körperliche Belastung im Schulterbereich sollte anfangs reduziert werden. Bei Rötung, Schmerzen oder Fieber sollte ärztlicher Kontakt aufgenommen werden.
Was sind die Risiken des Eingriffs?
Wie bei jedem Eingriff können Blutungen oder Infektionen auftreten. In seltenen Fällen kann es zu einer Fehlposition des Katheters kommen. Auch Thrombosen im Bereich der Vene sind möglich. Sehr selten treten Verletzungen benachbarter Strukturen auf. Das individuelle Risiko wird im Aufklärungsgespräch erläutert.