Kraniotomie (Schädelöffnung)
Präziser Zugang zum Gehirn für komplexe neurochirurgische Eingriffe
Die Kraniotomie ermöglicht den operativen Zugang zum Gehirn bei verschiedenen neurologischen Erkrankungen. Dabei wird ein Teil des Schädelknochens temporär entfernt, um das betroffene Areal sicher erreichen zu können. Nach Abschluss der Operation wird der Knochen wieder eingesetzt und fixiert. Moderne bildgestützte Verfahren unterstützen eine besonders präzise Planung und Durchführung. Ziel ist die sichere Behandlung der zugrunde liegenden Erkrankung bei maximalem Schutz gesunder Hirnstrukturen.
Bei welchen Indikationen findet der Eingriff statt?
Wie läuft die Vorbereitung auf den Eingriff ab?
Vor der Kraniotomie werden umfangreiche Untersuchungen durchgeführt, darunter MRT, CT und neurologische Tests. Blutwerte und Gerinnung werden überprüft. In einem ausführlichen Aufklärungsgespräch werden Ablauf, Risiken und mögliche Folgen besprochen. Gegebenenfalls wird das Operationsgebiet vorbereitet oder teilweise rasiert. Der Eingriff erfolgt nüchtern.
Wie ist der Ablauf des Eingriffs?
Die Kraniotomie erfolgt in Vollnarkose. Nach einem Hautschnitt wird ein kleiner Teil des Schädelknochens entfernt, um Zugang zum Gehirn zu schaffen. Der geplante Eingriff am Gehirn wird anschließend durchgeführt, beispielsweise die Entfernung eines Tumors oder die Behandlung eines Gefäßes. Nach Abschluss der Operation wird der Knochen wieder eingesetzt und mit kleinen Platten oder Schrauben fixiert. Abschließend erfolgt der Wundverschluss.
Dauer
Narkose
Drainagen
Hautfäden
Stationärer Aufenthalt
Postoperativ
Verträglichkeit
Wie läuft die Nachsorge ab?
Nach der Operation werden neurologische Funktionen regelmäßig kontrolliert. Die körperliche Belastung wird schrittweise gesteigert. Je nach Erkrankung können weitere Therapien oder Rehabilitationsmaßnahmen erforderlich sein. Wundkontrollen erfolgen ambulant. Regelmäßige Nachuntersuchungen sichern den langfristigen Behandlungserfolg.
Was sind die Risiken des Eingriffs?
Wie bei jeder größeren Operation können Blutungen, Infektionen oder Wundheilungsstörungen auftreten. Abhängig vom Operationsgebiet können vorübergehende oder dauerhafte neurologische Einschränkungen möglich sein. Auch Schwellungen des Gehirns oder Krampfanfälle können auftreten. Moderne Überwachungs- und Operationsverfahren reduzieren diese Risiken deutlich. Das individuelle Risiko wird im Vorfeld ausführlich besprochen.

