Thorakoskopie (Brustkorbspiegelung)
Minimalinvasive Einblicke in den Brustraum
Die Thorakoskopie ermöglicht eine direkte Beurteilung von Lunge und Rippenfell über kleine Hautschnitte. Mithilfe einer Kamera werden krankhafte Veränderungen sichtbar gemacht. Gleichzeitig können Gewebeproben entnommen oder therapeutische Maßnahmen durchgeführt werden. Das Verfahren ist deutlich schonender als eine offene Operation. Ziel ist eine präzise Diagnostik bei möglichst geringer Belastung.
Bei welchen Indikationen findet der Eingriff statt?
Wie läuft die Vorbereitung auf den Eingriff ab?
Vor der Thorakoskopie werden Lungenfunktion und Herzleistung überprüft. Bildgebende Verfahren helfen bei der Planung. Blutwerte und Gerinnung werden kontrolliert. Ein ausführliches Aufklärungsgespräch erläutert Ablauf und Risiken. Sie müssen nüchtern zum Eingriff erscheinen.
Wie ist der Ablauf des Eingriffs?
Die Thorakoskopie erfolgt in Vollnarkose. Über ein bis drei kleine Schnitte im Brustbereich wird eine Kamera eingeführt. Der Brustraum wird mit speziellem Instrumentarium untersucht. Bei Bedarf werden Gewebeproben entnommen oder krankhafte Veränderungen behandelt. Am Ende werden Drainagen eingelegt und die Haut verschlossen.
Dauer
Narkose
Drainagen
Hautfäden
Stationärer Aufenthalt
Postoperativ
Verträglichkeit
Wie läuft die Nachsorge ab?
Die Drainage wird entfernt, sobald sich die Lunge vollständig entfaltet hat. Atemtherapie unterstützt die Heilung. Körperliche Schonung ist in den ersten Wochen sinnvoll. Kontrolluntersuchungen sichern den Verlauf. Bei Atemnot, Fieber oder zunehmenden Schmerzen sollte ärztlicher Kontakt aufgenommen werden.
Was sind die Risiken des Eingriffs?
Wie bei jedem operativen Eingriff können Blutungen oder Infektionen auftreten. Spezifisch besteht ein Risiko für Luftleckagen oder erneuten Pneumothorax. Schmerzen im Bereich der Rippen können vorübergehend bestehen. Insgesamt ist das Risiko bei erfahrenen Teams gering.
