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Thorakoskopie (Brustkorbspiegelung)

Herz-, Thorax- & Gefäßchirurgie

ChatGPT Image 23 Feb 2026 10 56 37
Oberarzt Thoraxchirurgie

Dr. Omar Hadid

Minimalinvasive Einblicke in den Brustraum

Die Thorakoskopie ermöglicht eine direkte Beurteilung von Lunge und Rippenfell über kleine Hautschnitte. Mithilfe einer Kamera werden krankhafte Veränderungen sichtbar gemacht. Gleichzeitig können Gewebeproben entnommen oder therapeutische Maßnahmen durchgeführt werden. Das Verfahren ist deutlich schonender als eine offene Operation. Ziel ist eine präzise Diagnostik bei möglichst geringer Belastung.

Bei welchen Indikationen findet der Eingriff statt?

Wie läuft die Vorbereitung auf den Eingriff ab?

Vor der Thorakoskopie werden Lungenfunktion und Herzleistung überprüft. Bildgebende Verfahren helfen bei der Planung. Blutwerte und Gerinnung werden kontrolliert. Ein ausführliches Aufklärungsgespräch erläutert Ablauf und Risiken. Sie müssen nüchtern zum Eingriff erscheinen.

Wie ist der Ablauf des Eingriffs?

Die Thorakoskopie erfolgt in Vollnarkose. Über ein bis drei kleine Schnitte im Brustbereich wird eine Kamera eingeführt. Der Brustraum wird mit speziellem Instrumentarium untersucht. Bei Bedarf werden Gewebeproben entnommen oder krankhafte Veränderungen behandelt. Am Ende werden Drainagen eingelegt und die Haut verschlossen.

Dauer

Die Thorakoskopie dauert in der Regel 30 bis 90 Minuten, abhängig vom Umfang der Untersuchung oder Behandlung.

Narkose

Der Eingriff erfolgt in der Regel in Vollnarkose.

Drainagen

Nach dem Eingriff wird meist vorübergehend eine Thoraxdrainage eingelegt, um Luft und Flüssigkeit aus dem Brustraum abzuleiten.

Hautfäden

Die kleinen Hautschnitte werden mit Fäden oder Klammern verschlossen und nach etwa 7 bis 14 Tagen entfernt.

Stationärer Aufenthalt

Der stationäre Aufenthalt beträgt meist etwa 3 bis 7 Tage, abhängig vom Befund und eventuellen zusätzlichen Eingriffen.

Postoperativ

Nach der Thorakoskopie erfolgt eine Überwachung mit Schmerztherapie und Atemübungen.

Verträglichkeit

Die Thorakoskopie ist ein gut etabliertes, minimalinvasives Verfahren mit in der Regel schneller Erholung.

Wie läuft die Nachsorge ab?

Die Drainage wird entfernt, sobald sich die Lunge vollständig entfaltet hat. Atemtherapie unterstützt die Heilung. Körperliche Schonung ist in den ersten Wochen sinnvoll. Kontrolluntersuchungen sichern den Verlauf. Bei Atemnot, Fieber oder zunehmenden Schmerzen sollte ärztlicher Kontakt aufgenommen werden.

Was sind die Risiken des Eingriffs?

Wie bei jedem operativen Eingriff können Blutungen oder Infektionen auftreten. Spezifisch besteht ein Risiko für Luftleckagen oder erneuten Pneumothorax. Schmerzen im Bereich der Rippen können vorübergehend bestehen. Insgesamt ist das Risiko bei erfahrenen Teams gering.