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Cholezystektomie (Gallenblasenentfernung)

Allgemeinchirurgie

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Oberarzt Allgemeinchirurgie (Viszeralchirurgie)

Dr. Jin-Young Kim

Nachhaltige Behandlung bei Gallensteinen und Entzündungen

Gallensteine können starke Schmerzen und wiederkehrende Entzündungen verursachen. Wenn Beschwerden häufiger auftreten oder Komplikationen drohen, ist die Entfernung der Gallenblase die effektivste Therapie. Der Eingriff erfolgt heute überwiegend minimalinvasiv mittels Bauchspiegelung. Ziel ist es, Schmerzen dauerhaft zu beseitigen und Folgeerkrankungen zu verhindern. Die meisten Patientinnen und Patienten erholen sich rasch und können bald in ihren Alltag zurückkehren.

Bei welchen Indikationen findet der Eingriff statt?

Wie läuft die Vorbereitung auf den Eingriff ab?

Vor der Operation erfolgen Blutuntersuchungen und gegebenenfalls weitere Diagnostik. Sie müssen nüchtern zum Eingriff erscheinen. Blutverdünnende Medikamente werden vorab ärztlich abgestimmt. In einem Aufklärungsgespräch werden Ablauf, Risiken und Alternativen erläutert. Bei akuter Entzündung kann bereits vor der Operation eine antibiotische Behandlung begonnen werden.

Wie ist der Ablauf des Eingriffs?

In der Regel erfolgt die Operation minimalinvasiv über mehrere kleine Schnitte in der Bauchdecke. Über eine Kamera wird der Operationsbereich dargestellt und die Gallenblase vorsichtig von Leber und Gallengang gelöst. Die zuführenden Strukturen werden sicher verschlossen und die Gallenblase entfernt. Anschließend wird der Bauchraum kontrolliert. In seltenen Fällen kann eine offene Operation notwendig werden.

Dauer

Die Operation dauert meist etwa 45 bis 90 Minuten, abhängig vom Entzündungsgrad und eventuellen Verwachsungen.

Narkose

Der Eingriff erfolgt in der Regel in Vollnarkose.

Drainagen

Eine Drainage ist meist nicht erforderlich, kann jedoch in bestimmten Fällen vorübergehend eingelegt werden.

Hautfäden

Die kleinen Hautschnitte werden mit selbstauflösenden Fäden oder Klammern verschlossen; diese werden bei Bedarf nach etwa 7 bis 10 Tagen entfernt.

Stationärer Aufenthalt

Der stationäre Aufenthalt beträgt meist etwa 2 bis 4 Tage; bei unkompliziertem Verlauf ist teilweise auch eine kurze stationäre Behandlung möglich.

Postoperativ

Ja, in der Regel 2 bis 4 Tage, bei komplikationslosem Verlauf teilweise auch kürzer.

Verträglichkeit

Nach der Operation erfolgt die Überwachung im Aufwachraum mit Schmerztherapie und frühzeitiger Mobilisation.

Wie läuft die Nachsorge ab?

In den ersten Tagen sollten körperliche Schonung und leichte Kost eingehalten werden. Die Wunden werden regelmäßig kontrolliert. Duschen ist nach ärztlicher Freigabe möglich, Baden sollte zunächst vermieden werden. Nach etwa 1 bis 2 Wochen sind leichte Alltagsaktivitäten meist wieder möglich. Eine spezielle Diät ist langfristig in der Regel nicht erforderlich, gelegentlich kann es vorübergehend zu Verdauungsanpassungen kommen.

Was sind die Risiken des Eingriffs?

Wie bei jeder Operation können Blutungen, Infektionen oder Wundheilungsstörungen auftreten. Selten kommt es zu Verletzungen von Gallengängen oder benachbarten Organen. In Einzelfällen können vorübergehende Verdauungsbeschwerden bestehen. Insgesamt ist das Risiko schwerwiegender Komplikationen gering.