Appendektomie (Blinddarmoperation)

Dr. Jin-Young Kim
Schnelle Hilfe bei akuter Blinddarmentzündung
Eine akute Appendizitis verursacht meist starke Schmerzen im rechten Unterbauch und erfordert eine rasche Behandlung. Ziel der Operation ist die vollständige Entfernung des entzündeten Wurmfortsatzes, um Komplikationen wie eine Bauchfellentzündung zu vermeiden. Der Eingriff erfolgt heute überwiegend minimalinvasiv mittels Bauchspiegelung. In den meisten Fällen führt die Operation zu einer schnellen Beschwerdelinderung. Eine frühzeitige Behandlung verbessert den Heilungsverlauf deutlich.
Bei welchen Indikationen findet der Eingriff statt?
Wie läuft die Vorbereitung auf den Eingriff ab?
Vor der Operation erfolgen Blutuntersuchungen sowie gegebenenfalls bildgebende Diagnostik. Da es sich häufig um einen Notfalleingriff handelt, ist eine längere Vorbereitung meist nicht möglich. Sie müssen nüchtern sein oder bleiben ab Diagnosestellung nüchtern. Ein Aufklärungsgespräch informiert über Ablauf und Risiken. Bei Bedarf wird eine antibiotische Therapie begonnen.
Wie ist der Ablauf des Eingriffs?
In der Regel erfolgt die Operation minimalinvasiv über drei kleine Schnitte in der Bauchdecke. Über eine Kamera und feine Instrumente wird der entzündete Wurmfortsatz dargestellt, abgetrennt und entfernt. Der Bauchraum wird kontrolliert und bei Bedarf gespült. In komplizierten Fällen kann eine offene Operation über einen größeren Schnitt notwendig sein. Am Ende werden die kleinen Hautschnitte verschlossen.
Dauer
Narkose
Drainagen
Hautfäden
Stationärer Aufenthalt
Postoperativ
Verträglichkeit
Wie läuft die Nachsorge ab?
In den ersten Tagen sollten Sie sich körperlich schonen und schweres Heben vermeiden. Die Wunden werden regelmäßig kontrolliert. Duschen ist nach ärztlicher Freigabe möglich, Baden sollte zunächst vermieden werden. Nach etwa 1 bis 2 Wochen sind leichte Alltagsaktivitäten meist wieder möglich. Sportliche Belastung sollte erst nach ärztlicher Rücksprache aufgenommen werden.
Was sind die Risiken des Eingriffs?
Wie bei jeder Operation kann es zu Blutungen, Infektionen oder Wundheilungsstörungen kommen. In seltenen Fällen treten Abszesse oder Verletzungen benachbarter Organe auf. Bei perforierter Appendizitis ist das Komplikationsrisiko erhöht. Insgesamt ist die Operation bei rechtzeitiger Durchführung sehr sicher.