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Aneurysma-Operation

Sichere Versorgung von Gefäßaussackungen zur Vermeidung schwerer Komplikationen

Ein Aneurysma ist eine krankhafte Erweiterung eines Blutgefäßes, die unbehandelt reißen kann. Die Operation dient dazu, das betroffene Gefäß zu stabilisieren oder zu ersetzen. Je nach Lage und Größe des Aneurysmas erfolgt der Eingriff entweder offen chirurgisch oder minimalinvasiv über die Blutgefäße. Dabei wird das geschwächte Gefäßsegment durch eine Gefäßprothese ersetzt oder von innen mit einer Stütze stabilisiert. Ziel der Behandlung ist es, das Risiko eines Gefäßrisses deutlich zu reduzieren. Die Wahl der Methode hängt von der individuellen Situation des Patienten ab.

Bei welchen Indikationen findet der Eingriff statt?

Wie läuft die Vorbereitung auf den Eingriff ab?

Vor der Operation erfolgt eine genaue Diagnostik mittels bildgebender Verfahren wie CT oder Ultraschall. Dabei werden Größe, Lage und Ausdehnung des Aneurysmas bestimmt. Zusätzlich werden Blutwerte erhoben und die allgemeine körperliche Belastbarkeit überprüft. In einem ausführlichen Gespräch werden Operationsverfahren und Narkose erläutert. Eventuell müssen bestimmte Medikamente vorübergehend angepasst werden.

Wie ist der Ablauf des Eingriffs?

Bei der offenen Operation wird das betroffene Gefäß freigelegt und durch eine Gefäßprothese ersetzt. Bei der minimalinvasiven Methode wird über die Leistenarterie ein Stent (Gefäßstütze) eingebracht und im Bereich des Aneurysmas platziert. Dieser stabilisiert die Gefäßwand von innen. Beide Verfahren haben das Ziel, den Blutfluss sicher durch das Gefäß zu leiten und das Aneurysma auszuschalten. Die Auswahl des Verfahrens erfolgt individuell.

Dauer

Die Operation dauert in der Regel zwei bis vier Stunden, abhängig von Methode und Lage des Aneurysmas.

Narkose

Der Eingriff erfolgt in der Regel in Vollnarkose.

Drainagen

Ja. Häufig werden vorübergehend Drainagen eingelegt, um Wundflüssigkeit abzuleiten.

Hautfäden

Die Haut wird mit Nähten oder Klammern verschlossen, die nach einigen Tagen entfernt werden.

Stationärer Aufenthalt

Ja. Der Aufenthalt beträgt meist fünf bis zehn Tage, abhängig vom Verfahren.

Postoperativ

Nach der Operation erfolgt eine engmaschige Überwachung, häufig zunächst auf einer Überwachungs- oder Intensivstation.

Verträglichkeit

Die Aneurysma-Operation ist ein etablierter Eingriff, der bei rechtzeitiger Durchführung gute Behandlungsergebnisse bietet.

Wie läuft die Nachsorge ab?

Nach der Entlassung erfolgen regelmäßige Kontrolluntersuchungen, meist mittels Ultraschall oder CT. Dabei wird überprüft, ob die Gefäßprothese oder der Stent korrekt liegt und funktioniert. Körperliche Schonung ist in den ersten Wochen wichtig, bevor die Belastung schrittweise gesteigert wird. Langfristig spielen auch die Kontrolle von Risikofaktoren wie Blutdruck eine wichtige Rolle.

Was sind die Risiken des Eingriffs?

Wie bei jeder Operation bestehen auch bei der Aneurysma-Operation Risiken. Dazu gehören Nachblutungen, Infektionen oder Wundheilungsstörungen. In seltenen Fällen kann es zu Durchblutungsstörungen oder Komplikationen im Bereich der eingesetzten Gefäßprothese kommen. Schwerwiegende Komplikationen sind insgesamt selten, insbesondere bei geplanter Operation.