116 117
112
+49 30 223 1128
+49 30 223 3753
+49 180 5868 222 111
+49 800 228 228 0

Radikale Prostatektomie (vollständige Entfernung der Prostata)

Urologie & Uroonkologie

ChatGPT Image 11 März 2026 13 12 48
Leitender Oberarzt Uroonkologische Chirurgie

Dr. Ibrahim Hassan

Chirurgische Behandlung von Prostatakrebs mit dem Ziel der vollständigen Tumorentfernung

Die radikale Prostatektomie ist ein chirurgischer Eingriff zur Behandlung eines lokal begrenzten Prostatakarzinoms. Dabei werden die gesamte Prostata sowie die Samenblasen entfernt. In vielen Fällen werden zusätzlich umliegende Lymphknoten untersucht oder entfernt, um eine mögliche Tumorausbreitung zu erkennen. Die Operation kann offen chirurgisch oder minimalinvasiv, häufig laparoskopisch oder roboterassistiert, durchgeführt werden. Ziel ist die vollständige Entfernung des Tumors bei möglichst guter Erhaltung von Kontinenz und Sexualfunktion.

Bei welchen Indikationen findet der Eingriff statt?

Wie läuft die Vorbereitung auf den Eingriff ab?

Vor der radikalen Prostatektomie erfolgen verschiedene Untersuchungen zur genauen Beurteilung der Erkrankung. Dazu gehören Blutuntersuchungen, insbesondere der PSA-Wert, sowie bildgebende Verfahren wie MRT oder CT. Zusätzlich wird geprüft, ob der Tumor auf die Prostata begrenzt ist. In einem ausführlichen Aufklärungsgespräch werden Operationsmethode, Risiken und mögliche Folgen besprochen. Vor dem Eingriff erfolgt außerdem die Narkoseaufklärung durch die Anästhesie.

Wie ist der Ablauf des Eingriffs?

Die Operation erfolgt unter Vollnarkose. Über einen operativen Zugang im Unterbauch oder über mehrere kleine Schnitte bei einer minimalinvasiven Methode wird die Prostata freigelegt und vollständig entfernt. Gleichzeitig werden die Samenblasen entfernt und gegebenenfalls Lymphknoten im Becken untersucht. Anschließend wird die Harnblase wieder mit der Harnröhre verbunden. Zum Abschluss wird ein Blasenkatheter eingelegt, damit die neue Verbindung in Ruhe verheilen kann.

Dauer

Die radikale Prostatektomie dauert in der Regel etwa zwei bis vier Stunden, abhängig von der Operationsmethode und den individuellen anatomischen Gegebenheiten.

Narkose

Der Eingriff erfolgt in Vollnarkose.

Drainagen

Häufig wird vorübergehend eine Wunddrainage eingelegt, um Wundflüssigkeit abzuleiten.

Hautfäden

Die Haut wird meist mit selbstauflösenden Nähten oder Klammern verschlossen, die nach einigen Tagen entfernt werden.

Stationärer Aufenthalt

Der stationäre Aufenthalt beträgt meist fünf bis sieben Tage.

Postoperativ

Nach der Operation werden Kreislauf, Wundheilung und Blasenfunktion engmaschig überwacht.

Verträglichkeit

Die radikale Prostatektomie ist ein etabliertes Verfahren mit guten Behandlungsergebnissen bei lokal begrenztem Prostatakrebs.

Wie läuft die Nachsorge ab?

Nach der Operation bleibt zunächst ein Blasenkatheter für etwa sieben bis zehn Tage liegen. Anschließend wird die Verbindung zwischen Blase und Harnröhre überprüft und der Katheter entfernt. In den folgenden Wochen stehen die Wiedererlangung der Kontinenz sowie regelmäßige PSA-Kontrollen im Vordergrund. Eine gezielte Beckenbodengymnastik unterstützt die Erholung der Blasenkontrolle. Regelmäßige urologische Nachuntersuchungen dienen der langfristigen Kontrolle des Behandlungserfolgs.

Was sind die Risiken des Eingriffs?

Wie bei jeder Operation können auch bei der radikalen Prostatektomie Komplikationen auftreten. Dazu gehören Nachblutungen, Infektionen oder Wundheilungsstörungen. Außerdem können vorübergehend oder dauerhaft Probleme mit der Harnkontinenz auftreten. In einigen Fällen kann die Sexualfunktion beeinträchtigt sein, da Nerven in unmittelbarer Nähe der Prostata verlaufen. Moderne Operationstechniken versuchen, diese Strukturen möglichst zu schonen.

bis
Es wurden keine Einträge gefunden.