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Nephrektomie (operative Entfernung der Niere)

Urologie & Uroonkologie

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Chefarzt Urologie & Uroonkologie

Prof. Dr. Alessandro Vitale

Gezielte Entfernung der erkrankten Niere für mehr Sicherheit und Lebensqualität

Die Nephrektomie bezeichnet die operative Entfernung einer Niere oder eines Teils der Niere. Sie wird vor allem bei Nierentumoren, schweren Funktionsstörungen oder irreversiblen Schäden des Organs durchgeführt. Je nach Erkrankung kann entweder die gesamte Niere oder nur ein Teil des Nierengewebes entfernt werden. Häufig erfolgt der Eingriff heute minimalinvasiv über kleine Hautschnitte mit speziellen Instrumenten. Ziel der Operation ist es, krankes Gewebe sicher zu entfernen und gleichzeitig die Funktion der verbleibenden Niere zu erhalten.

Bei welchen Indikationen findet der Eingriff statt?

Wie läuft die Vorbereitung auf den Eingriff ab?

Vor einer Nephrektomie erfolgen mehrere Untersuchungen, um die genaue Lage und Ausdehnung der Erkrankung festzustellen. Dazu gehören in der Regel bildgebende Verfahren wie CT oder MRT sowie Blut- und Urinuntersuchungen. In einem ausführlichen Gespräch wird der Eingriff erklärt und die Narkose besprochen. Bestimmte Medikamente, insbesondere blutverdünnende Präparate, müssen eventuell vorübergehend pausiert werden. Am Operationstag erfolgt die stationäre Aufnahme.

Wie ist der Ablauf des Eingriffs?

Die Nephrektomie erfolgt entweder minimalinvasiv über mehrere kleine Hautschnitte oder über einen offenen Zugang im Bauch- oder Flankenbereich. Zunächst werden die Blutgefäße der Niere sorgfältig dargestellt und kontrolliert. Anschließend wird die betroffene Niere oder der entsprechende Nierenanteil entfernt. Das entnommene Gewebe wird anschließend feingeweblich untersucht. Nach Abschluss der Operation wird die Operationsregion kontrolliert und gegebenenfalls eine Drainage eingelegt.

Dauer

Die Operation dauert in der Regel etwa zwei bis drei Stunden, abhängig von der Operationsmethode und der individuellen anatomischen Situation.

Narkose

Der Eingriff erfolgt in Vollnarkose.

Drainagen

In vielen Fällen wird eine Wunddrainage eingelegt, um Blut- oder Wundflüssigkeit nach der Operation abzuleiten.

Hautfäden

Die Haut wird meist mit selbstauflösenden Nähten oder Klammern verschlossen, die nach einigen Tagen entfernt werden.

Stationärer Aufenthalt

Der stationäre Aufenthalt beträgt in der Regel fünf bis sieben Tage.

Postoperativ

Nach der Operation werden Kreislauf, Nierenfunktion und Wundheilung engmaschig überwacht.

Verträglichkeit

Die Nephrektomie ist ein gut etabliertes chirurgisches Verfahren, das bei entsprechender Indikation sicher durchgeführt werden kann.

Wie läuft die Nachsorge ab?

Nach der Entlassung erfolgen regelmäßige Kontrolluntersuchungen beim behandelnden Urologen. Dabei werden Nierenfunktion, Blutwerte und gegebenenfalls bildgebende Untersuchungen überprüft. In den ersten Wochen nach der Operation sollte körperliche Schonung eingehalten werden. Die meisten Patienten können ihren normalen Alltag nach einigen Wochen wieder aufnehmen. Wichtig ist zudem eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, um die Funktion der verbleibenden Niere zu unterstützen.

Was sind die Risiken des Eingriffs?

Wie bei jeder Operation können auch bei einer Nephrektomie Komplikationen auftreten. Möglich sind Nachblutungen, Infektionen oder Wundheilungsstörungen. In seltenen Fällen kann es zu Verletzungen benachbarter Organe oder Gefäße kommen. Außerdem wird die verbleibende Niere stärker belastet, weshalb die Nierenfunktion regelmäßig kontrolliert werden sollte.

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