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TUR-P (Transurethrale Resektion der Prostata)

Urologie & Uroonkologie

ChatGPT Image 11 März 2026 13 15 18
Oberärztin Endourologie

Dr. Natalia Kowalska

Freier Wasserlassen durch schonende Prostataoperation

Die transurethrale Resektion der Prostata (TUR-P) ist ein bewährtes Standardverfahren zur Behandlung einer ausgeprägten gutartigen Prostatavergrößerung. Über ein spezielles Instrument, das durch die Harnröhre eingeführt wird, entfernt der Operateur überschüssiges Prostatagewebe schichtweise. Dadurch wird die Verengung der Harnröhre beseitigt und der Harnfluss wieder verbessert. Da kein äußerer Hautschnitt erforderlich ist, gilt der Eingriff als besonders schonend. Die TUR-P gehört zu den häufigsten urologischen Operationen bei Männern.

Bei welchen Indikationen findet der Eingriff statt?

Wie läuft die Vorbereitung auf den Eingriff ab?

Vor der TUR-P erfolgt eine gründliche urologische Untersuchung. Dazu gehören meist eine Ultraschalluntersuchung, Laborwerte sowie eine Beurteilung der Blasenfunktion. Zusätzlich findet ein Aufklärungsgespräch zur Operation und zur Narkose statt. Bestimmte Medikamente, insbesondere blutverdünnende Präparate, müssen eventuell vorübergehend pausiert werden. Am Operationstag erfolgt die Aufnahme auf die Station.

Wie ist der Ablauf des Eingriffs?

Der Eingriff erfolgt über die natürliche Körperöffnung der Harnröhre. Über ein sogenanntes Resektoskop führt der Operateur eine kleine elektrische Schlinge ein, mit der überschüssiges Prostatagewebe schichtweise abgetragen wird. Gleichzeitig wird das Operationsgebiet kontinuierlich gespült, um eine gute Sicht zu gewährleisten. Die entfernten Gewebeteile werden aus der Blase gespült und anschließend feingeweblich untersucht. Am Ende des Eingriffs wird ein Blasenkatheter eingelegt.

Dauer

Die TUR-P dauert in der Regel etwa 45 bis 90 Minuten, abhängig von der Größe der Prostata und den individuellen anatomischen Gegebenheiten.

Narkose

Der Eingriff erfolgt meist in Teilnarkose (Spinalanästhesie) oder in Vollnarkose.

Drainagen

In der Regel wird keine Drainage benötigt, jedoch wird vorübergehend ein Blasenkatheter zur Spülung eingelegt.

Hautfäden

Es entstehen keine äußeren Wunden, daher müssen keine Hautfäden entfernt werden.

Stationärer Aufenthalt

Der stationäre Aufenthalt beträgt in der Regel drei bis fünf Tage.

Postoperativ

Nach der Operation wird die Blase über den Katheter gespült, um Blutreste zu entfernen und eine freie Harnpassage zu sichern.

Verträglichkeit

Die TUR-P gilt als gut verträglicher Routineeingriff mit hoher Erfolgsrate bei der Behandlung der Prostatavergrößerung.

Wie läuft die Nachsorge ab?

Nach der Entfernung des Katheters wird überprüft, ob das Wasserlassen wieder problemlos möglich ist. In den ersten Wochen sollte körperliche Schonung eingehalten werden, insbesondere sollten schwere körperliche Belastungen vermieden werden. Außerdem wird empfohlen, ausreichend zu trinken, um die Blase zu spülen. Kontrolluntersuchungen beim Urologen dienen dazu, den Heilungsverlauf zu überwachen und mögliche Beschwerden frühzeitig zu erkennen.

Was sind die Risiken des Eingriffs?

Wie bei jeder Operation können auch bei der TUR-P Komplikationen auftreten, diese sind jedoch selten. Möglich sind Nachblutungen, vorübergehende Reizungen der Blase oder Harnwegsinfektionen. In seltenen Fällen kann es zu einer Verengung der Harnröhre oder zu einer sogenannten retrograden Ejakulation kommen, bei der das Ejakulat in die Blase gelangt. Schwerwiegende Komplikationen sind insgesamt selten.

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