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Leberzirrhose (Leberschrumpfung)

Fortschreitende Vernarbung der Leber frühzeitig erkennen und behandeln

Die Leberzirrhose ist das Endstadium verschiedener chronischer Lebererkrankungen. Dabei wird gesundes Lebergewebe nach und nach durch Narbengewebe ersetzt, wodurch die Struktur und Funktion der Leber verändert werden. Die Leber kann wichtige Aufgaben wie Entgiftung, Stoffwechsel und Produktion von Eiweißen zunehmend schlechter erfüllen. Die Erkrankung entwickelt sich meist über viele Jahre. Eine frühzeitige Diagnose und konsequente Behandlung der Ursache können helfen, das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen.

Ursachen & Symptome

Eine Leberzirrhose entsteht meist als Folge langjähriger Leberschädigungen. Häufige Ursachen sind chronischer Alkoholkonsum, Virushepatitis oder eine nicht-alkoholische Fettlebererkrankung. Auch Stoffwechselerkrankungen, Autoimmunerkrankungen oder bestimmte Medikamente können eine Rolle spielen. In manchen Fällen bleibt die genaue Ursache unklar.

Die Beschwerden können sich im Verlauf der Erkrankung entwickeln. Anfangs treten häufig unspezifische Symptome wie Müdigkeit, Leistungsabfall oder Appetitlosigkeit auf. Im weiteren Verlauf können Gelbfärbung der Haut, Bauchwasser oder Veränderungen der Haut auftreten. Manche Patientinnen und Patienten bemerken auch eine vergrößerte Milz oder Blutungsneigung. Die Symptome hängen stark vom Stadium der Erkrankung ab.

Anhaltende Beschwerden wie Gelbfärbung der Haut, zunehmende Bauchschwellung oder ungeklärte Müdigkeit sollten medizinisch abgeklärt werden. Diese Symptome können auf eine Lebererkrankung hinweisen. Besonders bei bekannten Risikofaktoren ist eine frühzeitige Untersuchung sinnvoll. Eine rechtzeitige Diagnose kann helfen, schwerere Komplikationen zu vermeiden.

Vorsorge

Eine wichtige Maßnahme zur Vorbeugung von Leberzirrhose ist der Schutz der Leber vor langfristigen Schäden. Dazu gehört ein verantwortungsvoller Umgang mit Alkohol. Auch die frühzeitige Behandlung von Virushepatitis oder Stoffwechselerkrankungen kann helfen, das Risiko zu reduzieren. Eine ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung unterstützen zusätzlich die Lebergesundheit. Bei bekannten Lebererkrankungen sind regelmäßige ärztliche Kontrollen wichtig.

Abklärung

Die Diagnose einer Leberzirrhose erfolgt durch verschiedene Untersuchungen. Zunächst werden Beschwerden und Krankengeschichte ausführlich besprochen. Blutuntersuchungen können Hinweise auf eine eingeschränkte Leberfunktion geben. Bildgebende Verfahren wie Ultraschall helfen, Veränderungen der Leberstruktur zu erkennen. In manchen Fällen können weitere spezielle Untersuchungen notwendig sein, um den Zustand der Leber genauer zu beurteilen.

Behandlung

Die Behandlung der Leberzirrhose richtet sich nach der zugrunde liegenden Ursache und dem Stadium der Erkrankung. Ein wichtiger Bestandteil der Therapie ist die Behandlung der auslösenden Erkrankung. Zusätzlich können Medikamente eingesetzt werden, um Komplikationen zu behandeln oder zu verhindern. Auch Ernährungsberatung und medizinische Betreuung spielen eine wichtige Rolle. In fortgeschrittenen Fällen kann eine Lebertransplantation als Therapieoption in Betracht gezogen werden.

Nachsorge

Bei einer Leberzirrhose sind regelmäßige ärztliche Kontrollen besonders wichtig. Dabei wird die Leberfunktion überwacht und mögliche Komplikationen frühzeitig erkannt. Je nach Krankheitsverlauf können unterschiedliche Untersuchungen notwendig sein. Auch die Anpassung von Medikamenten kann Teil der Nachsorge sein. Ziel ist es, die Leberfunktion möglichst lange zu erhalten.

ICD-10-Codes

K74.6 – Sonstige und nicht näher bezeichnete Leberzirrhose
bis
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