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Ventrikuläre Tachykardie (gefährliches Herzrasen)

Gefährliches Herzrasen aus den Herzkammern frühzeitig erkennen

Die ventrikuläre Tachykardie ist eine Form der Herzrhythmusstörung, die ihren Ursprung in den Herzkammern hat. Dabei schlägt das Herz deutlich schneller als normal, wodurch die effektive Pumpfunktion eingeschränkt sein kann. Die Rhythmusstörung kann kurzzeitig auftreten oder länger anhalten. In einigen Fällen kann sie zu Kreislaufproblemen führen und eine sofortige Behandlung erforderlich machen. Eine genaue kardiologische Abklärung ist wichtig, um Ursache und Risiko der Rhythmusstörung einzuschätzen.

Ursachen & Symptome

Eine ventrikuläre Tachykardie entsteht meist durch Störungen der elektrischen Erregungsleitung in den Herzkammern. Häufig liegt eine zugrunde liegende Herzerkrankung vor, beispielsweise nach einem Herzinfarkt oder bei einer Herzmuskelerkrankung. Auch Narbengewebe im Herzmuskel kann elektrische Fehlleitungen begünstigen. In selteneren Fällen können Elektrolytstörungen oder bestimmte Medikamente eine Rolle spielen.

Typische Beschwerden sind plötzlich einsetzendes Herzrasen, das oft als sehr schneller Herzschlag wahrgenommen wird. Betroffene können Schwindel, Schwäche oder Kurzatmigkeit verspüren. Auch Brustdruck oder ein Gefühl von Unruhe können auftreten. Bei stärkerer Beeinträchtigung der Kreislauffunktion kann es zu Bewusstseinsverlust kommen.

Plötzlich auftretendes starkes Herzrasen, Schwindel oder Bewusstseinsstörungen sollten medizinisch abgeklärt werden. Besonders bei bestehenden Herzerkrankungen kann eine ventrikuläre Tachykardie ein ernstzunehmendes Symptom sein. Bei anhaltenden Beschwerden oder Kreislaufproblemen sollte sofort ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden. Eine frühzeitige Diagnose kann helfen, mögliche Risiken zu reduzieren.

Vorsorge

Eine direkte Vorbeugung gegen eine ventrikuläre Tachykardie ist nicht immer möglich. Wichtig ist jedoch die konsequente Behandlung von Herzerkrankungen, die das Risiko für Rhythmusstörungen erhöhen können. Regelmäßige kardiologische Kontrollen können helfen, Veränderungen des Herzrhythmus frühzeitig zu erkennen. Auch eine gute Kontrolle von Blutdruck, Cholesterinwerten und anderen Risikofaktoren kann zur Herzgesundheit beitragen. Bei bekannten Herzrhythmusstörungen kann eine spezialisierte kardiologische Betreuung sinnvoll sein.

Abklärung

Die Diagnose einer ventrikulären Tachykardie erfolgt durch verschiedene Untersuchungen des Herzrhythmus. Ein Elektrokardiogramm (EKG) kann während eines Anfalls typische Veränderungen zeigen. Langzeit-EKG-Untersuchungen helfen, wiederkehrende Rhythmusstörungen zu dokumentieren. Bildgebende Verfahren können zusätzlich Informationen über die Struktur und Funktion des Herzens liefern. In manchen Fällen wird eine elektrophysiologische Untersuchung durchgeführt, um die elektrische Aktivität des Herzens genauer zu analysieren.

Behandlung

Die Diagnose einer ventrikulären Tachykardie erfolgt durch verschiedene Untersuchungen des Herzrhythmus. Ein Elektrokardiogramm (EKG) kann während eines Anfalls typische Veränderungen zeigen. Langzeit-EKG-Untersuchungen helfen, wiederkehrende Rhythmusstörungen zu dokumentieren. Bildgebende Verfahren können zusätzlich Informationen über die Struktur und Funktion des Herzens liefern. In manchen Fällen wird eine elektrophysiologische Untersuchung durchgeführt, um die elektrische Aktivität des Herzens genauer zu analysieren.

Nachsorge

Nach einer ventrikulären Tachykardie sind regelmäßige kardiologische Kontrollen wichtig. Dabei wird überprüft, ob der Herzrhythmus stabil bleibt und ob weitere Episoden auftreten. Je nach Behandlung können Medikamente angepasst oder Geräte wie ein implantierter Defibrillator kontrolliert werden. Auch die Behandlung zugrunde liegender Herzerkrankungen spielt eine wichtige Rolle. Ziel der Nachsorge ist es, das Risiko erneuter Rhythmusstörungen zu verringern.

ICD-10-Codes

I47.2 – Ventrikuläre Tachykardie
bis
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