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Carotisstenose (Halsschlagader-Verengung)

Durchblutungsstörungen der Halsschlagader erkennen

Bei einer Carotisstenose ist die Halsschlagader, eine wichtige Arterie zur Versorgung des Gehirns, verengt. Diese Verengung entsteht meist durch Ablagerungen in der Gefäßwand. Dadurch kann die Durchblutung des Gehirns eingeschränkt werden. In manchen Fällen bleiben Beschwerden lange unbemerkt. Eine frühzeitige Diagnose kann helfen, das Risiko für einen Schlaganfall zu reduzieren.

Ursachen & Symptome

Die häufigste Ursache der Carotisstenose ist Arteriosklerose, also eine Verkalkung und Verengung der Gefäße durch Ablagerungen. Risikofaktoren sind unter anderem Rauchen, Bluthochdruck, Diabetes mellitus, erhöhte Blutfettwerte und höheres Lebensalter.

Viele Betroffene haben zunächst keine Beschwerden. In manchen Fällen treten vorübergehende neurologische Symptome auf, beispielsweise Sehstörungen, Sprachprobleme oder eine kurzzeitige Schwäche in Arm oder Bein. Diese Beschwerden können Hinweise auf eine vorübergehende Durchblutungsstörung des Gehirns sein.

Plötzlich auftretende Sehstörungen, Sprachprobleme oder Lähmungserscheinungen sollten sofort ärztlich abgeklärt werden. Diese Symptome können Hinweise auf eine Durchblutungsstörung des Gehirns sein. Eine schnelle medizinische Behandlung kann entscheidend sein.

Vorsorge

Ein gesunder Lebensstil kann helfen, das Risiko für Gefäßerkrankungen zu reduzieren. Dazu gehören eine ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung und der Verzicht auf Rauchen. Auch eine gute Kontrolle von Bluthochdruck, Diabetes und Blutfettwerten spielt eine wichtige Rolle.

Abklärung

Zur Diagnose einer Carotisstenose wird häufig eine Ultraschalluntersuchung der Halsschlagadern durchgeführt. Dabei können Gefäßverengungen sichtbar gemacht und der Blutfluss beurteilt werden. Ergänzend können bildgebende Verfahren wie Computertomografie oder Magnetresonanztomografie eingesetzt werden.

Behandlung

Die Behandlung richtet sich nach dem Ausmaß der Gefäßverengung und den individuellen Risikofaktoren. Häufig werden Medikamente eingesetzt, um das Risiko für Blutgerinnsel zu verringern und die Gefäße zu schützen. In bestimmten Fällen kann auch ein operativer Eingriff oder eine Gefäßerweiterung notwendig sein.

Nachsorge

Nach der Behandlung sind regelmäßige Kontrolluntersuchungen der Halsschlagadern wichtig. Dabei wird überprüft, ob sich die Gefäßverengung verändert hat. Zusätzlich spielt die Behandlung von Risikofaktoren eine wichtige Rolle für die langfristige Gefäßgesundheit.

ICD-10-Codes

I65.2 – Verschluss und Stenose der Arteria carotis
bis
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