116 117
112
+49 30 223 1128
+49 30 223 3753
+49 180 5868 222 111
+49 800 228 228 0

Demenz (Gedächtnisschwäche)

Wenn Gedächtnis und Orientierung nachlassen

Demenz ist ein Sammelbegriff für verschiedene Erkrankungen, bei denen geistige Fähigkeiten im Verlauf abnehmen. Besonders häufig sind Gedächtnis, Orientierung und Konzentration betroffen. Betroffene haben zunehmend Schwierigkeiten, alltägliche Aufgaben zu bewältigen. Die Erkrankung entwickelt sich meist langsam und kann unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Eine frühzeitige Abklärung kann helfen, Ursachen zu erkennen und unterstützende Maßnahmen einzuleiten.

Ursachen & Symptome

Demenz entsteht durch Veränderungen oder Schädigungen von Nervenzellen im Gehirn. Häufige Ursachen sind neurodegenerative Erkrankungen wie Alzheimer oder Durchblutungsstörungen des Gehirns. Auch andere Erkrankungen, beispielsweise Stoffwechselstörungen oder Vitaminmangel, können ähnliche Beschwerden verursachen.

Typische Symptome einer Demenz sind zunehmende Gedächtnisprobleme, Schwierigkeiten bei der Orientierung und Veränderungen im Denken oder Verhalten. Betroffene vergessen häufiger Termine oder Gespräche und haben Probleme, alltägliche Aufgaben zu organisieren. Im weiteren Verlauf können auch Sprachstörungen oder Veränderungen der Persönlichkeit auftreten.

Gedächtnisprobleme sollten frühzeitig ärztlich abgeklärt werden, besonders wenn sie im Alltag auffallen. Nicht jede Gedächtnisstörung bedeutet automatisch eine Demenzerkrankung. Eine medizinische Untersuchung kann helfen, mögliche Ursachen zu klären. Eine frühzeitige Diagnose ermöglicht eine bessere Planung der weiteren Behandlung und Betreuung.

Vorsorge

Eine sichere Vorbeugung von Demenz ist nicht immer möglich. Ein gesunder Lebensstil kann jedoch dazu beitragen, das Risiko zu reduzieren. Dazu gehören regelmäßige körperliche Aktivität, geistige Beschäftigung sowie eine ausgewogene Ernährung. Auch die Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen spielt eine wichtige Rolle.

Abklärung

Bei Verdacht auf Demenz erfolgt zunächst ein ausführliches Gespräch über Beschwerden und Krankengeschichte. Ergänzend werden Gedächtnis- und Konzentrationstests durchgeführt, um die geistige Leistungsfähigkeit zu beurteilen. Bildgebende Untersuchungen des Gehirns sowie Blutuntersuchungen können helfen, mögliche Ursachen zu erkennen oder andere Erkrankungen auszuschließen. Ziel der Diagnostik ist eine möglichst genaue Einordnung der Beschwerden.

Behandlung

Eine Demenz kann in vielen Fällen nicht vollständig geheilt werden. Die Behandlung zielt darauf ab, den Verlauf der Erkrankung zu verlangsamen und Beschwerden zu lindern. Dazu können Medikamente, Gedächtnistraining oder unterstützende Therapien eingesetzt werden. Auch eine gute Betreuung und Unterstützung im Alltag spielen eine wichtige Rolle.

Nachsorge

Bei Demenz sind regelmäßige ärztliche Kontrollen wichtig, um den Verlauf der Erkrankung zu beobachten. Dabei wird überprüft, ob Therapien angepasst werden müssen oder zusätzliche Unterstützungsangebote sinnvoll sind. Auch Angehörige werden häufig in die Betreuung einbezogen. Ziel ist es, die Lebensqualität möglichst lange zu erhalten.

ICD-10-Codes

F03 – Nicht näher bezeichnete Demenz
bis
Es wurden keine Einträge gefunden.